Paris fegt odermatt weg: doppelsieg in lillehammer und 26. weltcupsieg
Die Saison war längst entschieden, die Kugeln vergeben – aber das Rennen war trotzdem ein Kampf bis zur letzten Sekunde. Dominik Paris schlug in Lillehammer zu, schickte den dominierenden Marco Odermatt auf Platz 15 und holte sich seinen fünften Karriere-Doppelsieg am selben Wochenende.
Paris' angriff trifft odermatt kalt
1:26,81 Minuten standen nach 812 Metern Höhenunterschied auf der Olympiabakken. Paris, 36 Jahre alt, fuhr nicht einfach schnell – er fuhr weg. 0,73 Sekunden vor Vincent Kriechmayr, fast zwei Sekunden vor Odermatt. Der Schweizer, sonst die Benchmark, schlitterte mit 1:28,78 ins Ziel und wirkte, als hätte ihm jemand die Skier vertauscht.
Die Italiener hatten ohnehin den Finals-Block im Griff. Vor Paris gewannen Sofia Goggia und Laura Pirovano, dazu Dominik Paris im Abfahrtsrennen. Drei Rennen, drei Mal Fratelli d’Italia über den Lautsprechern. Der Super-G sollte die vierte Hymne werden – und wurde es.

Kriechmayr liefert, aber paris liefert ab
Vincent Kriechmayr legte mit 1:26,08 die neue Bestzeit vor, seine elfte Super-G-Sieg, die 21. Weltcupsieg überhaupt. Er schaute zur Startnummer 19 – Odermatt. Doch der letzte, der die Schweizer Dominanz brechen konnte, war nicht der Super-Marc, sondern der Südtiroler mit Startnummer 16.
Paris’ Line durch die Traverse nach der Hünegga war riskant, die Kantenwechsel knallhart. Er nahm Kriechmayr 0,27 Sekunden ab und jubelte, als hätte er gerade die WM gewonnen. Für ihn war es der sechste Super-G-Sieg, der 26. Weltcup-Triumph – und der fünfte Doppelsieg an einem Wochenende nach 2018, 2019, 2023 und nun wieder 2025.
Odermatt? Der ging leer aus, holte sich trotzdem den Gesamtweltcup und die Super-G-Kugel – bereits zum vierten Mal in Folge. 425 Punkte stehen am Ende seiner Super-G-Saison, 78 mehr als Kriechmayr, 124 vor Raphael Haaser. Die Zahlen sind klar, die Botschaft auch: Der Schweizer dominiert die Statistik, aber an diesem Sonntag gehörte die Bühne Paris.
Die Weltcup-Saison 2024/25 ist damit auch im letzten Speed-Rennen Geschichte. Wer nächsten Winter die Kugeln angreift, muss erst mal Paris fragen – und vielleicht auch Odermatt, ob er nach dem Rückschlag zurückkommt.
