Carreño schlägt zurück: spanischer tennis-comeback mit macht
Pablo Carreño ballt die Faust – und damit die gesamte spanische Tennisszene. Nach 83 Minuten steht der Asturier wieder im Top-100-Club, 21 Plätze gesprungen, die Konkurrez warnt.

Der sieg in zahlen
6:4, 6:3 gegen Roberto Carballés, Murciens rote Staubkäfig-Dämme, 34 Jahre alt, TEC auf der Brust. Die Rallye war länger als die meisten Punkte, aber Carreño ließ keine Lücke. Der Check für 15.000 Dollar ist eingesteckt, der Ranglistensprung auf Platz 96 fixiert. Nächste Woche muss er in Alicante das neue Ticket verteidigen – als Nummer fünf der Setzliste.
Die spanische Armada rollt mit. Neben Carreño starten in Montemar: Martínez, Moro, Pol Martín, Montes de la Torre, Sánchez Jover, Mérida, Llamas und der Final-Gegner Carballés. Acht weitere Iberer, kein anderer Verband ist so stark vertreten. Das Challengerfeld gleicht einem kleinen Davis-Cup-Feuerwerk.
Die Uhr tickt laut für Carreño, das weiß er. Seine Schläge fliegen trotzdem so flach wie vor zehn Jahren, seine Laufbahn soll „maximal verlängert“ werden, sagt er selbst. Die nächste Runde gegen einen Qualifikant ist Pflicht, das Ziel klar: nicht nur top-100, sondern top-50 bis Jahresende. Die Rechnung: 250 Punkte fehlen noch, drei Turniere, kein Spielfilm mehr, nur noch harte Realität auf Hartplatz.
Spanien feiert, Miami jubelt nebenbei. Alcaraz, Landaluce und Jódar stehen ebenfalls in Runde drei des Masters 1000. Die rote Maschine läuft auf Hochtouren – und Carreño ist wieder mittendrin, statt nur dabei.
