Paralympics im kriegsschatten: der olympische friede ist gescheitert

In Verona werden am Freitag die Paralympischen Winterspiele von Mailand und Cortina d'Ampezzo eröffnet – während anderswo Raketen einschlagen. Der Olympische Friede, diese jahrtausendealte Idee, liegt in Trümmern. Und das IOC schaut weg.

Boykott, bomben und eine leere formel

Die Ukraine und Deutschland bleiben der Eröffnungsfeier fern. Ihr Protest gilt der Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees, Russland und Belarus mit nationalen Symbolen antreten zu lassen – trotz des laufenden Angriffskriegs gegen die Ukraine. Das ist keine Kleinigkeit. Das ist eine Haltungsfrage, die das IPC mit beredtem Schweigen beantwortet.

Doch damit nicht genug. Sechs Tage nach dem Ende der Olympischen Winterspiele begannen Israel und die USA damit, den Iran zu bombardieren. Das Echo von 2022 ist nicht zu überhören: Damals ließ Russland nach den Winterspielen in Peking gerade einmal vier Tage verstreichen, bevor die Panzer rollten. Geschichte wiederholt sich – nur dreister.

Das ioc drückt sich um jedes klare wort

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IOC-Präsidentin Kirsty Coventry war eigens nach New York gereist, um bei den Vereinten Nationen eine Resolution zum Olympischen Frieden zu erwirken. Alle Länder stimmten zu – Russland, Iran, Israel, die USA, alle. Der Titel klang schön: „Eine bessere und friedliche Welt durch Sport und das Olympische Ideal aufbauen.