Paok holt trinchieri – und träumt laut von der euroleague
PAOK Thessaloniki macht Ernst. Die Verpflichtung von Andrea Trinchieri als neuem Head Coach war erst der Anfang – dahinter steckt ein deutlich größerer Plan: der Einstieg in die EuroLeague ab der Saison 2026/27. Griechische Medien, allen voran SDNA, berichten von konkreten Gesprächen zwischen dem Klub und der EuroLeague-Führung. Und wer Trinchieri kennt, weiß: Der Mann arbeitet nicht für Mittelmaß.
Wildcard, expansion, freie plätze – paok hat gleich drei türen
Für einen Beitritt bräuchte PAOK eine Wildcard. Die soll bereits Gesprächsthema gewesen sein. Aber selbst ohne eine solche könnte sich die Tür ganz von allein öffnen. ASVEL Lyon wechselt aller Voraussicht nach zur neuen Saison in die Basketball Champions League, und AS Monaco kämpft mit einer finanziellen Lage, die mehr Fragen aufwirft als Antworten gibt. Zwei potenzielle Abgänge – zwei freie Plätze. Dazu kommen Expansionspläne der EuroLeague: Eine Liga mit 22 Mannschaften und einer Conference-Struktur steht im Raum, was auch den überfüllten Spielplan mit 38 Hauptrundenspielen entzerren würde. Für PAOK wäre das ein Fenster, groß genug, um hindurchzumarschieren.

Trinchieri: kein experiment, sondern kalkül
Der Italiener ist kein unbeschriebenes Blatt. Bamberg, FC BayernMünchen, Zalgiris Kaunas – Trinchieri hat überall hinterlassen, was Trainer hinterlassen sollen: Spuren. Seine Berufung ist das klarste Signal, das PAOK senden konnte. Man holt keinen Coach dieses Kalibers für den FIBA Europe Cup.
Wobei: Genau dort spielt PAOK gerade. Viertklassig, europäisch, mit einem Viertelfinale gegen Liga-Konkurrent Peristeri vor der Brust. In der Gruppenphase rettete ein Gamewinner in letzter Sekunde gegen die Löwen Braunschweig das Weiterkommen – kein Ruhmesblatt, aber der Beweis, dass dieser Klub kämpft. In der griechischen Liga liegt PAOK derzeit auf Rang vier, hinter Olympiakos, Panathinaikos und AEK. Die Konkurrenz ist brutal, der Abstand real.

Griechenland könnte 2026/27 drei euroleague-teams stellen
Olympiakos und Panathinaikos sind bereits dabei. Käme PAOK dazu, wäre Griechenland mit drei Klubs in der besten europäischen Basketballliga vertreten – ein Szenario, das vor wenigen Jahren noch undenkbar schien. Die finanzielle Substanz soll laut griechischen Berichten vorhanden sein. Was fehlt, ist der formale Beschluss. Trinchieri dürfte genau wissen, warum er unterschrieben hat.
