Pajor und putellas schießen real madrid mit 13 toren ab – mehr als die königliche insgesamt
Real Madrids Damen traten an, Barcelonas Sturmduo feuerte. Ergebnis: Ewa Pajor und Alexia Putellas haben allein mehr Clásico-Tore erzielt (je 13) als der weiße Rivalenkollektiv in 23 Duellen überhaupt zusammen schaffte (12). Die Zahlen sind nicht nur lächerlich, sie sind ein Tribunal.
Polin mit doppelpack – und einem festen ritual
Pajor eröffnete und besiegelte das jüngste 4:1 im Di Stéfano, ihr erstes Tor fiel nach 78 Sekunden, das vierte in der 82. Minute. Dreizehn Tore in neun Pflichtspielen gegen Madrid, wobei sie in lediglich drei Partien nur einmal traf – statistisch ein Fehler. Sechs Mal traf sie überhaupt, davon ein Hattrick und fünf Doppelpacks. Fazit: Wenn die 28-Jährige aufläuft, weiß Madrids Abwehr nicht, ob sie erst Zentimeter oder gleich Meter verlieren soll.
Die Vize-Europameisterin braucht zwei Saisons, um Vicky Losada einzuholen: 70 Treffer, Platz 13 der ewigen Barça-Liste, bei ihrer Vorlage half auch die Tatsache, dass sich ihre Kolleginnen lieber auflegen, als selbst zu schießen. Keine andere Spielerin hat so schnell so viel zugelegt – und dabei noch Lust auf mehr.

Alexia: kapitän, geschichtschreiberin, psychologische waffe
Während Pajor Jagd betreibt, kontrolliert Alexia das Tempo. Ihr 13. Clásico-Tor kam per strammer Direktabnahme aus 16 Metern, 18 Spiele, 13 Treffer, alle drei Champions-League-Kracher gegen Madrid mit Torbeteiligung. 226 Tage nach ihrem Kreuzbanddrama ist sie wieder die Chefdirigentin, die nicht nur pfeift, sondern auch trifft.
Mit 226 Treffern führt sie Barcelonas ewige Rangliste an, 24 Tore vor Jenni Hermoso, 36 vor Mariona. Die Kapitänsbinde ist deshalb kein Accessoire, sondern die logische Konsequenz aus Zahlen, die lauter sprechen als Pressekonferenzen.
Die Bilanz der 23 Clásicos seit 2015 liest sich wie ein Dauerbrenner: 22 Siege Barças, 75 Tore, 12 Gegentore. Madrid gewann ein einziges Mal – und selbst da schoss Putellas per Elfmeter zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Statistiker nennen so etwas „Vollkontrolle“, im Camp Nou sagen sie schlicht: „Normaler Dienstag.“
Die Königliche muss sich fragen, wann eine Taktik endet und eine Psychose beginnt. Denn wer zwei einzelne Spieler mehr fürchtet als das ganze gegnerische Team, der hat nicht nur ein Problem auf dem Platz – sondern auch in der Planstelle. Und solange Pajor und Putellas ihre Schuhe schnüren, bleibt der Clásico ein ungleicher Kampf: Elf gegen zwei – und die zwei gewinnen.
