Oyarzabal: vom bankdrücker zum torjäger – ein comeback der extraklasse!
Mikel Oyarzabal. Vor kaum zwei Jahren noch als unumstrittener Star der spanischen Nationalmannschaft gehandelt, schien seine Zeit im Rampenlicht zu schwinden. Nun katapultiert er sich mit einer sensationellen Torquote an die Spitze – und schreibt Fußballgeschichte.
Der aufstieg des überraschungsmanns
Kaum jemand hätte im März 2025 erwartet, dass Oyarzabal sich so eindrucksvoll zurückkämpfen würde. Seine Position in der Torjägerliste der spanischen Nationalmannschaft ist schlichtweg atemberaubend. Er ist nur noch zwei Treffer hinter Alfredo Di Stéfano und Emilio Butragueño und kurz vor Javier Hierro, einem der größten Torjäger Spaniens. Ein unglaublicher Aufstieg, der seinen Ursprung in einer entscheidenden Weichenstellung hat.
Luis de la Fuente sah etwas, das viele andere übersehen hatten. Am 23. März 2025 gab er Oyarzabal die Chance, sich als Mittelstürmer zu beweisen. Vor diesem Zeitpunkt waren es lediglich 13 Tore in 42 Spielen. Seitdem hat sich die Bilanz auf beeindruckende 27 Treffer in 55 Spielen erhöht – ein Beweis für seine unglaubliche Form und die taktische Weitsicht des Trainers. Seine 14 Tore in den letzten 13 Spielen sprechen eine deutliche Sprache.
Die Zahlen lügen nicht: Oyarzabal hat seine Torquote vervielfacht. Auch seine Vorlagenzahl ist explodiert: von fünf auf zwölf Assists. Ein Mann in Topform, der seine Mannschaft immer wieder in Szene setzt.

Mehr als nur ein torjäger – ein anführer
Doch Oyarzabal ist mehr als nur ein treffsicherer Stürmer. Er ist eine Stimme im Kabine, ein Anführer, der seine Mitspieler motiviert. Nico Williams beschreibt ihn treffend als „eine Art Mutter“, die sowohl regiert als auch tröstet. Seine bescheidene Art und sein unbedingter Teamgeist machen ihn zu einem wichtigen Pfeiler der spanischen Nationalmannschaft. Er verkörpert den Geist der Kollektivität, der dem Team so wichtig ist.
Seine Verbindung zu Mikel Merino, seinem ehemaligen Mitspieler von Real Sociedad, ist besonders bemerkenswert. Zwei Vorlagen bereitete Oyarzabal für Merino in der Nationalmannschaft, und Merino revanchierte sich mit drei Assists für Oyarzabal. Diese Vertrautheit und das gegenseitige Verständnis sind auf dem Platz unbezahlbar.
Zubimendi, mit dem Oyarzabal seit Jahren zusammenspielt, schwärmt von seiner Spielintelligenz: „Es ist sehr einfach, mit Mikel zu spielen, weil er auf dem Platz so klug agiert.“ Diese Eigenschaften, gepaart mit seiner beeindruckenden Torquote, machen ihn zu einem nahezu unersetzlichen Spieler für die spanische Nationalmannschaft.
Seine ersten beiden Tore bei der Weltmeisterschaft gegen Saudi-Arabien zeigten einmal mehr seine Klasse. Ein sensationsmäßiger Pass zu Lamine Yamal, zwei Tore als klassischer Mittelstürmer und ein Ball, der nur knapp am Pfosten vorbei strich – Oyarzabal war an diesem Tag in Topform. Dass er sich nach einer Knieverletzung in der Halbzeitpause zurückzog, tat seinem Auftritt keinen Abbruch.

Die zukunft winkt
Mit 27 Toren und 12 Assists ist Oyarzabal auf dem besten Weg, in die Geschichtsbücher einzugehen. Nur noch zwei Treffer trennen ihn von Javier Hierro und dem Platz unter den Top Fünf der spanischen Torjäger. Und während Villa mit 13 Toren in einer Saison noch in weiter Ferne erscheint, zeigt Oyarzabal, dass er in der Lage ist, neue Maßstäbe zu setzen. Er ist der Mann, der Spanien bei der Weltmeisterschaft 2026 zum Erfolg führen könnte.
Die Taktik von Luis de la Fuente hat sich ausgezahlt. Oyarzabal ist nicht nur ein Torjäger, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des Teams – ein Vorbild für seine Mitspieler und ein Hoffnungsträger für die spanischen Fans. Die Ära Oyarzabal hat gerade erst begonnen.
