Österreich verprügelt ghana 5:1 – chukwuemekas traumdebüt und der wm-weckruf

Die Alpen-Elf schickt Ghana mit 5:1 in die WM-Vorbereitung und verpasst Julian Nagelsmann einen Warnschuss fürs Eröffnungsspiel. Debütant Carney Chukwuemeka trifft, Paul Wanner erobert mit Österreich seine zweite Heimat – und das Team von Ralf Rangnick läuft bereits auf Anschlag.

Sabitzer bestellt den elfmeter, rangnick bestellt den gegner

12. Minute, Marcel Sabitzer, kalt wie ein Grazer Hügelwind. Handelfmeter, 1:0, Ghana wehrlos. Die Schwarz-Weißen wirken wie eine Mannschaft, die vergessen hat, dass das Testspiel in Wien bereits begonnen hat. Rangnick dagegen wirkt wie ein Schachspieler, der schon drei Züge voraus plant. 51. Minute: Sabitzer legt auf Michael Gregoritsch auf, 2:0, die Vorbereitung läuft nach Noten.

Die Gäste? Ein Schatten. Jordan Ayews Treffer in der 77. Minute ist ein Strohfeuer, mehr nicht. Stefan Posch, Chukwuemeka und Nicolas Seiwald erhöhen auf 5:1 – ein Ergebnis, das Ghana-Coach Otto Addo mit Blick auf das Duell gegen Deutschland am Montag in Stuttgart nicht mal als Weckruf verkaufen kann.

Chukwuemeka und wanner: die neuen österreichischen waffen

Chukwuemeka und wanner: die neuen österreichischen waffen

Der 20-jährige Wanner wechselt nach 63 Länderspielen für deutsche Nachwuchsteams – und spürt sofort, wie sich Heimat anfühlt. Chukwuemeka, in Wien geboren, in London groß geworden, trifft nach Doppelpass mit Gregoritsch und Seiwald. Sein Lächeln beim Jubel sagt mehr als jedes Interview: Hier will er hin, zur WM, ins Land seiner Mutter.

Rangnick lobt nach dem Abpfiff, was er seit Wochen predigt: „Wir sind nicht nur Gastgeber unseres Talents, wir sind dessen Zukunft.“ Mit Blick auf Gruppe J (Argentinien, Algerien, Jordanien) klingt das nicht nach Poesie, sondern nach Plan.

Deutschland hingegen erhält eine klare Ansage: Ghana komt geschlagen, aber nicht gebrochen. Und wenn Nagelsmann am Montag in Stuttgart seine Startelf aufstellt, wird er wissen, dass die Österreicher bereits ihre Marschrichtung kennen. Die WM beginnt nicht erst im Juni. Sie läuft schon jetzt – und die Alpen-Elf ist bereits auf Kurs.