Orlando bannt wagner – deutschlands nba-star sitzt zweimal hintereinander auf der bank
Moritz Wagner wurde schon wieder nicht gebraucht. Zweimal in Folge bleibt der Berliner bei den Orlando Magic ungenutzt auf der Bank – und das mitten im Playoff-Kampf, während die Franchise um die direkte Qualifikation zittert.
Die Niederlagen gegen OKC, die Lakers und zuletzt Indiana haben die Stimmung gedreht. Fünf Pleiten am Stück. Die einst stolze Defense leckt. Und genau in dieser Schieflage ist Wagner plötzlich nur noch Zuschauer. Coach Jamahl Mosley setzt auf Goga Bitadze – besserer Rim Protection, besseres Defensive Rating. 113,8 Punkte erlauben die Magic ohne Wagner, mit ihm 118. Die Zahlen sind gnadenlos.

Wagner 2.0 passt nicht ins neue orlando-system
Die Statistik pro 36 Minuten klingt nach alter Stärke: 21 Punkte, 9,4 Rebounds, 36 % Dreier. Doch die Effizienz trügt. 41,9 % Field Goal sind für einen Big ein Armutszeugnis, Cleaning the Glass berechnet ein Minus von 8,5 Punkten pro 100 Possessions, wenn Wagner auf dem Parkett steht. Orlando verliert seine Minuten – und damit die Geduld.
Der Nationalspieler hatte es selbst schon vor Wochen im Podcast Kannst du so nicht sagen angeklingeln: „Ich habe eine neue Rolle, ich muss mein Ego hinten anstellen.“ Die Magic wollen nicht mehr nur Energie von der Bank, sie wollen Stopper, Stretch-Fives, Switch-Optionen. Wagner will aber vor allem scoren. Das klafft auseinander.
Die Uhr tickt. Platz acht, 1,5 Spiele Rückstand auf Atlanta, die Gegner kommen nicht langsamer. Für Wagner heißt es warten, mit dem Ball in der Hand im Warm-up, mit den Gedanken im Nacken der Tabelle. Wenn Mosley die Reißleine zieht, muss er sofort liefern – sonst bleibt er, wo er gerade ist: außerhalb der Rotation, während Orlando um die Postseason kämpft.
