Olympia mailand: malinin scheitert – sensation und chaos im eiskunstlauf

Olympia mailand: malinin scheitert – sensation und chaos im eiskunstlauf

Mailand/Cortina d’Ampezzo – Die Eiskunstlauf-Einzelkur bei Olympia 2026 in Mailand endete in einem unerwarteten Chaos, das für einige Favoriten ein Desaster bedeutete und gleichzeitig für zwei Athleten zu einem Märchen wurde. Besonders überraschend war der Einbruch von Ilia Malinin, der als klarer Goldfavorit ins Rennen ging.

Malinins sturz: der traum zerplatzt

Der US-Amerikaner, selbsternannter „Vierfach-Gott“, stürzte gleich zweimal während seiner Kür, scheiterte beim Versuch seines anspruchsvollen Vierfach-Axels und fiel von Platz eins auf einen enttäuschenden achten Rang. „Ich habe es vermasselt“, gestand Malinin sichtlich niedergeschlagen nach seinem Auftritt. Der psychische Druck schien ihn überwältigt zu haben.

Mentale belastung als ursache?

Mentale belastung als ursache?

Malinin selbst führte seine Fehler auf die ungewohnte Atmosphäre der Olympischen Spiele zurück. Er gab an, dass ihm die Fehler nicht passiert wären, wenn er bereits bei den Winterspielen 2022 in Peking sein Olympiadebüt gefeiert hätte. „Zum ersten Mal diese olympische Atmosphäre zu erleben, ist verrückt. Es ist wirklich anders“, erklärte er gegenüber „NBC News“. Die fehlende Erfahrung mit dem enormen Druck schien ihm zu schaffen gemacht zu haben.

Chaos in der kür: mehrere favoriten straucheln

Chaos in der kür: mehrere favoriten straucheln

Doch Malinin war nicht der einzige Top-Läufer, der an diesem Tag patzerte. Auch der Franzose Adam Siao Him Fa verlor durch einen schwachen Auftritt seine Medaillenchance und fiel von Platz drei auf Rang sieben. Der Lokalmatador Daniel Grassl musste ebenfalls seine Träume von Edelmetall begraben und rutschte von Platz vier auf neun ab.

Kagiyama rettet silber mit glück

Kagiyama rettet silber mit glück

Der Japaner Yuma Kagiyama, bereits Vierter von vor vier Jahren, lieferte keine saubere Leistung ab, konnte aber dank des Chaos unter seinen Konkurrenten mit etwas Glück Silber sichern. Diese unerwartete Dynamik ermöglichte es zwei Außenseitern, für eine Sensation zu sorgen.

Sensationen und märchen auf dem eis

Sensationen und märchen auf dem eis

Shun Sato, der als „Feuervogel“ bezeichnet wurde, katapultierte sich von Platz neun auf den Bronzerang. Noch überraschender war der Sieg von Mikhail Shaidorov aus Kasachstan, der nach Platz fünf im Kurzprogramm die beste Kür des Wettbewerbs präsentierte und die Goldmedaille gewann. Seine Gesamtpunktzahl von 291,58 Punkten hätte bei den Olympischen Spielen 2018 und 2022 nicht für eine Medaille gereicht.

Shaidorovs triumph: eine überraschende wendung

Shaidorovs triumph: eine überraschende wendung

„Bei den Winterspielen 2022 in Peking und 2018 in Pyeongchang wäre Shaidorov mit seiner Gesamtpunktzahl von 291,58 nicht auf dem Podest gelandet. Vor acht Jahren hätte er sich gar mit Platz sechs abfinden müssen“, so die Analyse. Doch der frischgebackene Olympiasieger ließ sich davon nicht entmutigen und feierte seinen Triumph.

Malinins leistung: nur platz 15 in der kür

Malinin beendete die Kür lediglich auf dem 15. Platz. Ein denkwürdiger Abend in Mailand, der zeigte, dass im Eiskunstlauf alles möglich ist und selbst die größten Favoriten scheitern können. Die Olympischen Spiele haben einmal mehr bewiesen, dass sie für unvorhersehbare Momente und überraschende Wendungen stehen.