Svenja voigt: deutschlands eishockey-hoffnung im duell mit kanada
Svenja voigt: deutschlands eishockey-hoffnung im duell mit kanada
Die deutsche Eishockeynationalmannschaft der Frauen steht vor einer großen Herausforderung: Im Viertelfinale der Olympischen Spiele trifft das Team auf den Favoriten Kanada. Eine Schlüsselspielerin für das deutsche Team ist Svenja Voigt, die seit 2018 in Nordamerika spielt und in der NCAA für Furore sorgt. Wir haben mit der Stürmerin über die Vorbereitung auf das Spiel und ihre Erfahrungen gesprochen.
Wichtige erholung nach der gruppenphase
Nach einer erfolgreichen Gruppenphase
gewährte das Team einen freien Tag zur Regeneration. "Da ist so ein bisschen der Druck raus, man kann nochmal etwas Lockeres machen, ein bisschen was ausprobieren am Ende einer Einheit", erklärte Voigt. Die Mannschaft nutzte die Zeit für eine ungewöhnliche Aktivität: einen Besuch beim Eistanzen. "Ich finde es beeindruckend, wie elegant sie sich bewegen – es ist ja eigentlich die gleiche Fläche wie bei uns. Und Eishockey ist ja schon eher was Ruppiges", so Voigt lachend.
Der druck vor dem viertelfinale
Spürt die Mannschaft einen größeren Druck vor dem Viertelfinale als in der Gruppenphase? Voigt verneint: "Nicht so wirklich, weil das Viertelfinale ja auch unser Ziel war, das wir auf jeden Fall erreichen wollten. Wir versuchen, das Ganze jetzt mit einer positiven Einstellung anzugehen, unser Bestes zu zeigen – und dann mal schauen, was möglich ist." Das Team konzentriert sich darauf, seine Stärken auszuspielen und eine positive Einstellung zu bewahren.

Kanada als harter gegner
Der Gegner im Viertelfinale ist niemand Geringeres als Kanada. Voigt erinnert sich an ihre erste Weltmeisterschaft, wo das Team gegen Kanada mit 0:7 verlor. "Das war ein sehr lehrreiches Spiel für mich, um zu sehen, wie groß der Schritt zu den Besten der Welt dann doch ist." Sie betont jedoch, dass sich das deutsche Fraueneishockey seitdem positiv entwickelt hat. "Hoffentlich können wir uns diesmal ein bisschen besser schlagen.".

Lehren aus der vergangenheit
Was hat Voigt aus dem damaligen Vergleich mit Kanada gelernt? "Die Kanadierinnen sind brutal effizient in dem, was sie tun. Da müssen wir sehen, dass wir auf der Höhe sind, defensiv gut stehen und dann schauen, was nach vorne möglich ist. Wir müssen unsere Chancen nutzen." Die Effizienz der Kanadierinnen wird als Schlüssel zum Erfolg angesehen, und das deutsche Team muss defensiv stark stehen und seine Chancen konsequent nutzen.

Die sturmreihe mit den welcke-zwillingen
Voigt spielt in einer Sturmreihe mit den Zwillingsschwestern Luisa und Lilli Welcke. "Wir sind sehr effizient, auch im Forechecking und dabei, die Scheiben zu bekommen. Wir wollen das Spiel einfach halten, aber haben doch auch Skill mit dabei. Wir spielen einfach das schnelle Spiel, das man aus Amerika kennt, von der kleinen Eisfläche her", beschreibt Voigt die Stärken der Formation. Die kleine Eisfläche bei Olympia komme dem schnellen Spiel der Reihe besonders zugute.

Technische feinheiten und schlittschuhtraining
Voigt erwähnt, dass an ihrer Universität in St. Cloud eine Trainerin auf Eiskunstlauf-Schlittschuhen trainiert. "Die versucht uns zu zeigen, wie man gerade die Kanten richtig belastet, wie das Laufen möglichst effizient ist." Sie gibt zu, dass sie sich fragt, warum die Trainerin Eiskunstlaufschuhe trägt und will dies noch erfragen. Die Verbesserung der Schlittschuhtechnik ist ein wichtiger Aspekt im Training.

Spielinformationen
| Spiel | Datum | Uhrzeit |
|---|---|---|
| Tschechien vs. Schweden | heute | 0:0 |
| USA vs. Italien | heute | 6:0 |
| Kanada vs. Deutschland | heute | 16:40 |
| Finnland vs. Schweiz | heute | 21:10 |
