Olise rettet bayern vor dem debakel – doch die abwehr liefert ein horror-szenario ab

3:3 in der 100. Minute, Allianz Arena in Ekstase – und trotzdem herrscht Alarmstimmung. Der FC Bayern kassierte gegen das Tabellen-Schlusslicht 1. FC Heidenheim drei Gegentore, elf in nur drei Pflichtspielen. Die Paris-Generalprobe endete mit einem blutenden Eindruck, der mitten ins Herz der Champions-League-Träume sticht.

Kompany’s rotation erstickt den spielfluss

Vincent Kompany tauschte sieben Positionen, um seine Stars zu schonen. Die Folge: kein Tempo, keine Automatismen, dafür zwei Gegentore bis zur 31. Minute. Die Statistik lügt nicht – mit 0:2 stand erneut eine frühe Bayern-Krise auf der Anzeigetafel. Die eingewechselten Stars Kane, Kimmich, Diaz und Olise retteten zwar einen Punkt, doch der Sieg blieb aus. Die Devise für Mittwoch lautet: System statt Dauerrotation.

Die abwehr liefert sich selbst aus

Die abwehr liefert sich selbst aus

Minjae Kim verlor Zivzivadze aus den Augen, Tah verpasste die Laufduelle, Ito hob das Abseits auf – es war ein Katalog individueller Fehler. Die Heidenheimer Konter wirkten wie Trainingsformen: lang, schnell, ungestört. Jonas Urbig steht allein, weil die Viererkette sich in Positionschaos verrennt. Die Zahl 11 (Gegentore in drei Spielen) ist kein Ausrutscher, sie ist ein Trend.

Heidenheim geht mit gebrochener nase und stolzer brust

Heidenheim geht mit gebrochener nase und stolzer brust

Jonas Föhrenbach brach sich in der Nachspielzeit die Nase, kam zurück, um den Sieg zu retten – vergeblich. Trainer Frank Schmidt schwärmt trotzdem: „Ich bin unfassbar stolz.“ Seine Mannschaft lieferte den Beweis, dass Selbstvertrauen nichts mit Tabellenplätzen zu tun hat. Der Punkt in München wird in der Abstiegsstatistik kaum reichen, in der Erinnerung der Kicker wird er ewig brennen.

Am Mittwoch wartet Paris – mit Mbappé, Dembélé, Barcola. Wenn Bayern nicht binnen 72 Stunden die Abwehr-Defibrillatoren zückt, endet die Champions-League-Saison vorzeitig im eigenen Sechzehner.