Olise bleibt: bayern blockt 200-millionen-lockpoker ab

Michael Olise spielt, trifft, glänzt – und die Superclubs Europas schlagen die Fächer auf. Manchester City, Real Madrid, Liverpool sollen bis zu 200 Millionen Euro bereit halten. Die Antwort aus München kommt schon vor dem Sommer: nicht zu verkaufen.

„Daran verschwenden wir keinen gedanken“

Max Eberl sitzt im Büro an der Säbener Straße, liest die Sport Bild, schmunzelt. „Olise ist unser Spieler, er hat hier alles, was Weltklasse sich wünscht“, sagt der Sportvorstand und wischt mit einer Handbewegung die Gerüchte vom Tisch. Intern gilt der 24-jährige Franzose als nicht verhandelbar, sein Vertrag läuft bis 2029.

Die Zahlen sprechen für sich: 39 Pflichtspiele, 16 Tore, 27 Assists – und das in einer Saison, die noch keine drei Monate auf dem Buckel hat. CEO Jan-Christian Dreesen sieht keinen Grund für Panik: „Wir spielen um Titel, das ist das Klima, in dem sich Ausnahmespieler wohlfühlen. Wer uns verlässt, verlässt eine Siegmaschine.“

Die klause, die alles veränderte

Die klause, die alles veränderte

Im Sommer 2024 löste Bayern eine Ausstiegsklausel in Höhe von 53 Millionen Euro bei Crystal Palace aus. Ein Schnäppchen, das sich binnen Monaten zur Goldgrube entwickelte. „Natürlich wussten wir von der Klausel“, gibt Eberl zu, „aber niemand rechnet mit solcher Effizienz.“ Olise liefert Tore, Dribblings, Vorlagen – und ein Lächeln, das die Fans im Stadion mitklingen lässt.

Vergleiche mit Kylian Mbappé? Eberl schüttelt den Kopf. „Michael ist Michael. Die Fans lieben ihn, wir lieben ihn. Das reicht.“ Mehr will er nicht dazu sagen, weil Worte sein Spiel nicht besser machen können.

Marktwert jenseits der 100-millionen-marke

Marktwert jenseits der 100-millionen-marke

Transfermarkt schätzt Olise inzwischen auf 110 Millionen Euro. Die Ablöseforderung, die durchs Gerüchtemill kursiert, liegt fast doppelt so hoch. Ein Preis, der selbst den City-Emiraten die Stirn runzelt. Doch selbst diese Summe löst in München keinen Klingelton aus. „Interne Gespräche bleiben intern“, sagt Eberl und deutet damit an, dass bereits eine Gehaltserhöhung und ein Bonuspaket auf dem Tisch liegen könnten.

Die Botschaft ist klar: Bayern plant nicht mit Geld, sondern mit dem Spieler. Olise selbst schweigt zu den Spekulationen, feiert Tore mit der kühlen Geste eines Mannes, der weiß, dass er längst angekommen ist. Und die nächste Champions-League-Nacht rückt näher – mit ihm in der Startelf, nicht auf dem Markt.

Am Ende zählt nur der Blick nach oben. Die Meisterschaft, das Pokalfinale, Wembley. Wer dabei sein will, bleibt in München. Dort steht ein Platz für Außergewöhnliches bereit – und Olise hat gerade erst angefangen, ihn zu füllen.