O gran camiño: innovación und unmut im schatten des monte de santa trega
Die finale Etappe von O Gran Camiño endete spektakulär im Schatten des imposanten Monte de Santa Trega, doch hinter der glitzernden Fassade der Veranstaltung brodeln Unmut und Kritik. Die veränderten Termine haben zwar zu einem Wachstum der Rundfahrt geführt, doch das System der Punkteverteilung sorgt für Verwirrung und Frustration bei Fahrern und Teams.
Ein rennen im filmstil – doch die punkte stimmen nicht
Chente García Acosta, Sportdirektor des Movistar Team, sprach Klartext: „Carlos Canal gewann eine Etappe und erhielt lediglich 14 Punkte – die gleiche Punktzahl wie der 64. Platz in San Remo! Das sagt doch alles. Diese Rennserie verdient eine ProSeries-Kategorie.“ Die Organisation, allen voran Ezequiel Mosquera und sein Team, leistet zweifellos Großartiges. Die Sicherheitsmaßnahmen, die Produktion und die Kommunikation sind auf höchstem Niveau.
Iván Romeo, ebenfalls Fahrer von Movistar, lobte die Organisation: „Es ist eine Freude, an so gut organisierten Rennen teilzunehmen.“ Selbst Jesús Herrada von Burgos BH Burpellet räumte ein: „Man muss sich das fragen. Es fehlt an Proportionen. Jeder bestätigt es.“
Visma, ein Garant für Qualität, bestätigte: „Dies ist WorldTour-Niveau, vielleicht sogar besser als einige WorldTour-Rennen.“

Die uci im visier: ein system, das innovation bestraft?
Die Rennleitung versucht, sich durch den Einsatz von Drohnen und innovativen KI-Brillen von anderen Rennen abzuheben. Doch das bestechende System der Punkteverteilung der UCI wirkt wie ein unnötiger Hemmschuh. Selbst in der Begleitkarawane ist die Verwunderung darüber spürbar, dass die immensen Anstrengungen in Sicherheitskonzept, Produktion und Kommunikation nicht in vergleichbare sportliche Anerkennung münden.
Oscar Pereiro, Gewinner der Tour de France 2006, forderte eindringlich: „Die aktuelle Kategorie dieses Rennens ist eine Beleidigung für das, was hier geleistet wird. Die Teams, die Fahrer – sie sagen es selbst.“
Ezequiel mosqueras vision: mehr als nur sport
Ezequiel Mosquera, der Leiter von O Gran Camiño, hält daran fest: „Wir haben unsere eigene Art, Dinge zu machen. Das ist der Weg, um weiter zu wachsen. Wir wollen eine Rennserie schaffen, die über das rein Sportliche hinausgeht. Denn wir glauben, dass dies die Zukunft des Radsports ist.“
Die Organisation setzt auf eine eigene Strategie, priorisiert die Seele des Rennens und wehrt sich gegen die starren Vorgaben des Radsport-Bureaukratiemodus. Die Herangehensweise ist eine bewusste Entscheidung und ein Bekenntnis zur Einzigartigkeit. O Gran Camiño beweist, dass Leidenschaft und Innovation wichtiger sein können als starre Klassifikationen.
