Norton-cuffy bricht ab – erneuter muskelriss wirft genoa zurück
Schon wieder steht Brooke Norton-Cuffy auf der Seitenlinie. Der Rechtsverteidiger von Genoa verließ vorschnell das U-21-Lager der Three Lions, nachdem sich ein neuerlicher Muskelriss im rechten Oberschenkel bemerkbar machte. Kein Einsatz gegen Andorra, kein Platz auf der Bank – nur die nackte Erkenntnis: der 20-Jährige droht zum Sorgenkind zu werden.
Der verletzungsfluch kehrt zurück
Erst im Februar hatte ihn ein ähnlicher Befund lahmgelegt, nun schlägt das Drama erneut zu. Die Entzündung sitzt zwar an anderer Stelle, doch das Resultat bleibt bitter: zwei Wochen Pause minimum, vielleicht mehr. Genoa verliert damit einen der wenigen Spieler, die in der Serie A mit Tempo und Dribbling für Gefahr sorgen. Die medizinische Abteilung des Klubs spricht von „einer kleinen, aber störrischen Faser“, die das Training verzögert.
Die Azzurri-Bosse reagierten sofort: Norton-Cuffy wurde nach Genua zurückbeordert, wo am Montag MRT-Aufnahmen folgten. Die Bilder zeigten keinen kompletten Riss – ein Alarmsignal bleibt dennoch. Denn wer zweimal binnen zwei Monaten mit Oberschenkelproblemen ausfällt, muss an seiner Belastungssteuerung arbeiten. Genoa-Coach Alberto Gilardino wird auf ihn gegen Moldawien verzichten müssen, für den Liga-Gastspielauftritt in Udine steht ein Einsatz ebenfalls infrage.

Englische betreuer wollen belastungsprotokoll sehen
Die FA-Ärzte fordern nun detaillierte Lauf- und Kraftdaten, bevor sie ihn erneut nominieren. Für Norton-Cuffy bedeutet das: Statt EM-Traum droht der Stempel des Verletzungsrückfalls. Intern spricht man bei Genoa bereits von „Risikoklasse B“, was automatisch engmaschige Kontrolluntersuchungen nach sich zieht. Der Spieler selbst zeigte sich laut Vereinsangaben „enttäusst, aber gelassen“ und will mit Physiotherapeut Christian Vogel ein individuelles Aufbautraining absolvieren.
Die Serie A verläuft derzeit auf Hochtouren, und jeder Punkt zählt für die Ligisten im Kampf um Europa. Für Gilardino ist der Ausfall ein Dilemma: Er muss die rechte Abwehrseite neu sortieren, ohne dabei die offensive Balance zu verlieren. Statistik: Genoa kassierte in den Spielen ohne Norton-Cuffy 1,8 Tore pro Partie – mit ihm nur 1,1. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.
Bis dahin heißt es Warten für den jungen Außenbahnspieler. Die nächste ärztliche Untersuchung ist für Mitte April geplant, der Reha-Countdown läuft. Sollte er erneut das Zeitfenster verpassen, droht nicht nur der Einsatz gegen Udinese zu platzen, sondern auch der mögliche Saisonendspurt. Genoa will die Play-off-Ränge, Norton-Cuffy will endlich Durchschlagskraft statt Krankenakte. Die Uhr tickt.
