Nordische kombination vor dem aus? dosb und fis kämpfen für olympia-zukunft
- Dramatische lage für die nordische kombination
- Dosb und fis mobilisieren sich gegen das aus
- Die forderung nach gleichstellung
- Eliasch sieht keine alternative ohne frauen
- Positive signale von ioc-präsidentin coventry
- Negative auswirkungen auf skisprung und langlauf befürchtet
- Letzte chance beim teamsprint?
Dramatische lage für die nordische kombination
Die Zukunft der Nordischen Kombination bei den Olympischen Winterspielen steht auf dem Spiel. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird im Mai entscheiden, ob die Disziplin, die seit 1924 immer Teil des olympischen Programms war, auch 2030 weiterhin vertreten sein wird. Die Entscheidung könnte bereits beim Teamsprint der aktuellen Olympia Mailand Cortina 2026 fallen.

Dosb und fis mobilisieren sich gegen das aus
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Internationale Skiverband (FIS) setzen sich mit aller Kraft für den Erhalt der Nordischen Kombination ein. DOSB-Präsident Thomas Weikert betonte, dass die Kombination "in besonderer Weise die Vielfalt und Faszination des Wintersports" verkörpere. Man werde "an allen erdenklichen Stellen" für den Erhalt kämpfen.
Die forderung nach gleichstellung
Ein zentraler Punkt der Diskussion ist die Integration von Frauen in die Nordische Kombination. Weikert machte deutlich: "Für uns ist klar: Die Zukunft der Nordischen Kombination liegt in ihrer Weiterentwicklung insbesondere in der Stärkung der Wettbewerbe der Frauen. Gleichstellung ist ein zentrales olympisches Prinzip." Ohne die Aufnahme von Frauen droht das endgültige Aus.
Eliasch sieht keine alternative ohne frauen
Auch FIS-Präsident Johan Eliasch bekräftigte sein Engagement für den Erhalt der Kombination und insbesondere für die Frauen. "Es gibt kein Szenario, in dem Frauen nicht in der Nordischen Kombination antreten. Das ist, würde ich sagen, undenkbar," so Eliasch. Er versprach, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um die Disziplin langfristig im Kalender zu halten.
Positive signale von ioc-präsidentin coventry
Die IOC-Präsidentin Kirsty Coventry zeigte sich während der ersten Olympiawoche begeistert von der Nordischen Kombination. Laut Eliasch wirkte sie "sehr begeistert", beobachtete aufmerksam und applaudierte mehrmals. Dies wird von vielen Beobachtern als positives Zeichen gewertet.
Negative auswirkungen auf skisprung und langlauf befürchtet
Ein Aus der Nordischen Kombination hätte auch negative Folgen für die Disziplinen Skisprung und Langlauf. Die Kombination ist eng mit diesen Sportarten verknüpft, und ein Wegfall könnte sich auf deren Entwicklung auswirken.
Letzte chance beim teamsprint?
Der Teamsprint am Donnerstag könnte für die Kombinierer die letzte Chance sein, den IOC-Entscheidungsträgern zu zeigen, was die Sportart zu bieten hat. Der Bundestrainer stellt sein Team entsprechend auf. Es ist ein Wettkampf, der über die Zukunft der Nordischen Kombination entscheiden könnte.
