Newcastle: trotz chaos – howe genießt überraschenden rückhalt

Newcastle United steuert auf eine Saison zu, die teurer nicht sein könnte. Ein Kader, der Millionen verschlungen hat, enttäuscht auf ganzer Linie, ein deutscher Nationalspieler kämpft mit Formlöchern – und doch hält die Klubführung an Trainer Eddie Howe fest. Eine Entscheidung, die Fragen aufwirft, aber von einer unerwarteten Machtdemonstration des neuen Eigentümers untermauert wird.

Die pif-delegation entscheidet: vertrauen in howe

Kurz vor dem knappen 3:1-Sieg gegen Brighton reiste eine hochrangige Delegation des Public Investment Fund (PIF), dem saudi-arabischen Staatsfonds, der Newcastle seit 2021 kontrolliert, nach Northumberland. 25 Vertreter berieten sich eingehend mit Howe und der Vereinsführung. Das Ergebnis: Eine Einigkeit, die in der Welt des Fußballs selten ist. Eine Wiederholung dieser Saison darf sich nicht ereignen – das ist die klare Marschrichtung. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Newcastle liegt in der Premier League aktuell auf dem 15. Platz, ließ 25 Punkte aus Führungspositionen liegen – ein Liga-Höchstwert! Nur drei Punkte erkämpfte man nach einem Rückstand, der niedrigste Wert der gesamten Liga.

Der teuerste Transfer der Saison, Nick Woltemade (24), ist bislang eine Enttäuschung. Für rund 75 Millionen Euro vom VfB Stuttgart geholt, kommt der deutsche Stürmer wettbewerbsübergreifend auf magere 10 Tore in 47 Spielen. Lediglich ein Treffer gelang ihm in zehn Champions-League-Einsätzen. Gerüchte über einen vorzeitigen Abgang sind daher allgegenwärtig.

Howes erfolge dürfen nicht vergessen werden

Howes erfolge dürfen nicht vergessen werden

Doch Howe kann auf Erfolge verweisen. Er übernahm Newcastle im November 2021, rettete den Verein vor dem Abstieg und führte ihn in der Saison 2022/23 mit einem sensationellen vierten Platz zurück in die Champions League. Zudem sicherte er dem Verein den Carabao Cup, den ersten nationalen Titel seit 1955. Das wuchtige Investment in eine neue Trainingsanlage – rund 200 Millionen Euro – unterstreicht das langfristige Engagement des Klubs. Und Howe soll ein Teil dieser Zukunft sein.

Die Entscheidung des PIF, weiterhin an Howe festzuhalten, ist ein klares Signal. Es bedeutet, dass der Fokus nicht nur auf kurzfristigen Erfolgen liegt, sondern auch auf dem Aufbau einer langfristigen Strategie. Ob diese Strategie aufgeht, wird die kommende Saison zeigen. Eines ist jedoch sicher: Die Erwartungen an Newcastle United sind hoch, und der Druck auf Eddie Howe ist enorm.

Die Entscheidung der PIF-Delegation ist nicht nur ein Votum für Howe, sondern auch eine Warnung an den gesamten Verein: Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Newcastle muss liefern – und zwar jetzt.