Neuseeland: kann bindon die wm-überraschung werden?
Die Fußball-Weltmeisterschaft steht vor der Tür, und während die Erwartungen an etablierte Nationen hoch sind, schleicht sich ein Name ins Bewusstsein: Tyler Bindon. Der junge Verteidiger aus Neuseeland könnte für einige der größten Überraschungen des Turniers sorgen – und das, obwohl sein Land bisher noch nie ein WM-Spiel gewonnen hat.
Ein familienfluch oder eine quelle der stärke?
Bindons Geschichte ist alles andere als gewöhnlich. Der 22-Jährige, dessen Mutter Jenny Bindon selbst 77-fache Nationalspielerin Neuseelands im Siebenerfußball war, verbrachte seine Jugend in Kalifornien und spielte für die Jugendakademie des LAFC. Dieser Umzug erfolgte, als seine Mutter als Trainerin an die UCLA berufen wurde. Ein Wechsel, der seinen Karriereweg maßgeblich beeinflusste. Seine Vielseitigkeit und sein Instinkt für das Verteidigen sind beeindruckend.
Nach Stationen bei Reading und Sheffield United, wo er in dieser Saison verliehen war, ist Bindon nun beim Nottingham Forest unter Vertrag. Doch in Katar wird er die Farben Neuseelands vertreten – ein klares Zeichen des Vertrauens. Und obwohl er 2023 in einem Testspiel für die U19 der USA vorspielen durfte, entschied er sich, für sein Geburtsland zu kämpfen. Ein mutiger Schritt, der sich nun auszahlen könnte.
Bindon fühlt sich am wohlsten in einer tiefen, kompakten Defensive. Er ist ein Fels in der Brandung, wenn es darum geht, hohe Bälle abzufangen und Schüsse zu blockieren. Seine Stärke liegt darin, Räume zu schließen und seinen Mitspielern den Rücken freizuhalten. Im offenen Spiel offenbaren sich jedoch seine Grenzen – er versucht, seine Defizite durch Antizipation auszugleichen und frühzeitig zu intervenieren. Sein Passspiel ist elegant und präzise, und er scheut sich nicht, seine Stärken einzusetzen, egal ob mit dem linken oder rechten Fuß.
Die Daten von DRIBLAB bestätigen dieses Bild: Bindon ist kein Dribbelkünstler, sondern ein disziplinierter Verteidiger, der seine Aufgaben mit Leidenschaft erfüllt.

Mehr als nur ein mauerstein: bindons rolle im team
Während Chris Wood als Hoffnungsträger im Angriff gilt, wird Tyler Bindon entscheidend sein, um das neuseeländische Tor zu schützen. Neuseeland wird in dieser WM vor eine Zerreißprobe gestellt und muss sich gegen starke Gegner behaupten. Und genau hier liegt Bindons Chance. Er ist es gewohnt, unter Druck zu spielen und sich den Widrigkeiten zu stellen. Seine Komfortzone ist der Kampf, die Verteidigung, das Abwehrzentrum.
Es bleibt abzuwarten, ob Bindon sich beim Nottingham Forest einen Stammplatz erobern kann. Doch eines ist sicher: Seine Leistungen bei der WM werden genauestens unter die Lupe genommen. Und sollte er es schaffen, seine Stärken auf den Rasen zu bringen und das neuseeländische Team zu stabilisieren, dann könnte er nicht nur für Überraschungen sorgen, sondern auch seinen Weg in die erste Mannschaft des Nottingham Forest ebnen. Die WM ist seine Chance – und er scheint bereit zu sein, sie zu ergreifen.
