Neuer räumt mit real-gegentor auf – und neckt sich selbst!
Madrid bebte, aber am Ende lachte der FC Bayern. Manuel Neuer, der unumstrittene Kapitän, sorgte im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Real Madrid nicht nur für eine Glanzleistung im Tor, sondern auch für den ein oder anderen humorvollen Kommentar. Neun Topchancen parierte er, Mbappé und Vinícius Junior trieb er zur Verzweiflung – bevor der Franzose ihn doch noch überwinden konnte.

Die humorvolle reaktion des titanen
Nach dem Spiel, den Sieg im Gepäck, zeigte sich Neuer bei Prime Video in bester Spiellaune. Den kleinen Silberpokal für den Spieler des Spiels in der Hand, ließ er die Fans herzlich lachen: „War der erste schon drin? Ist ja ’ne Frechheit“, grinste der 40-Jährige. „Ist ein Torwartfehler dann.“ Diese selbstironische Bemerkung unterstrich nicht nur Neuers lockere Art, sondern auch seine hohe Professionalität. Denn selbst nach einer Leistung, die von vielen als Weltklasse bezeichnet wurde, nimmt er sich selbst nicht zu ernst.
Die Tatsache, dass Real Madrid überhaupt ein Tor erzielte, schien ihn nur kurz zu irritieren. „Schade, dass es kein 2:0 geworden ist“, meinte er, „aber man weiß ja, wie gefährlich Real Madrid ist. Es wird eine harte und schwere Aufgabe in München.“ Dort steigt am kommenden Mittwoch das Rückspiel, und die Spannung ist kaum zu überbieten.
Lob von allen Seiten: Antonio Rüdiger, Nationalspieler, bezeichnete Neuer als „Bayerns besten Spieler“ im ersten Vergleich. Jonathan Tah schwärmte von der „Aura“ des Torwarts, während Prime-Experte Mats Hummels mit einem „Eins mit Sternchen, Weltklasse-Leistung“ nicht zu Loben übertrieb. „Er ist so schlau im Tor und weiß, was er wann machen muss, das ist das Beeindruckendste an ihm“, ergänzte Hummels, der Neuers taktische Finesse hervorhob.
Mbappé und Vinicius, so Neuer, seien zweifellos „mit die besten Angreifer der Welt, die haben Geschwindigkeit, können mit beiden Füßen schießen und sind im Dribbling sehr stark, das ist schwer zu verteidigen.“ Gerade im Eins-gegen-eins mit viel Raum sei es „sehr hart“, räumte er ein. Doch am Ende stand, wie so oft, Neuer im Tor.
Die Frage, wie lange der erfahrene Keeper noch auf höchstem Niveau spielen kann, beschäftigt die Fans. „Es macht Spaß mit den Spielern in der Mannschaft, mit dem Trainerteam, es ist alles möglich, deshalb bin ich trotz meiner 40 immer noch dabei“, erklärte er entschlossen. Seine Zukunft bleibt zwar ungewiss, doch eines ist klar: Solange Manuel Neuer zwischen den Pfosten steht, ist der FC Bayern ein ernstzunehmender Titelkandidat.
