Neuer: legende tanzt einen letzten walzer – doch die abwehr bröckelt!
Manuel Neuer, die deutsche Fußballikone, hat überraschend seine Rückkehr in den Nationalkader für die WM 2026 bestätigt. Nach seinem angekündigten Rücktritt von der Nationalmannschaft nach der EM 2024 willigt er doch in den Wunsch von Bundestrainer Julian Nagelsmann ein, ein letztes Mal das Trikot zu tragen. Doch der Glanz vergangener Zeiten scheint verblasst, denn die Leistung des Routiniers wirft Fragen auf.
Die ära neuer: endgültig am ende?
Neuer, der einzige verbliebene Spieler aus dem WM-Titelteam von 2014, ist zweifellos eine Legende. Seine revolutionäre Spielweise als Libero-Torwart hat das Torhüterspiel nachhaltig geprägt. Doch die jüngsten Auftritte lassen Zweifel aufkommen. Die Statistiken sind alarmierend: In neun WM-Spielen seit 2018 kassierte Neuer bereits 13 Gegentore. Sein Parzentwert ist dramatisch eingebrochen – von 71,4% in Russland auf lediglich 42,9% in diesem Jahr. Eine erschreckende Entwicklung für einen Torwart seiner Klasse.
Besonders schmerzhaft war die Niederlage gegen Ecuador (2-1). Neers Zögerlichkeit beim Herauskommen und die fehlende Abstimmung mit Antonio Rüdiger führten zu einem verhängnisvollen Fehler. Die Fans und Experten diskutieren nun lautstark über die Frage, ob Neuer überhaupt noch in der Lage ist, das deutsche Tor in entscheidenden Momenten zu verteidigen. Oliver Baumann, der während der Qualifikation eine solide Leistung gezeigt hat, dürfte sich ebenfalls benachteiligt fühlen, obwohl er die gute Beziehung zum Team betont.

Nagelsmanns entscheidung: risiko oder genuss?
Julian Nagelsmann rechtfertigte seine Entscheidung, Neuer in den Kader zu berufen, mit dem Hinweis auf seine Erfahrung und seinen Einfluss auf das Team. „Manuel bringt eine Aura mit, die schwer zu ersetzen ist“, so der Bundestrainer. Doch diese Entscheidung ist nicht unumstritten. Kritiker bemängeln, dass sie die Entwicklung junger Talente wie Jonas Ürbig behindert, dessen Chance auf eine feste Position im Tor verstellt wird. Ähnliche Kritik gab es bereits in der Vergangenheit im Bezug auf Alexander Nübel.
Die Partie gegen Curazao, in der Neuer seinen 145. und damit höchsten WM-Spieleinsatz feierte, zeigte bereits die Risse in der sonst so stabilen Fassade. Gegen Costa Rica und Ecuador wirkte er schlichtweg zu langsam, um die Bälle abzuwehren. Sein Versuch, die Schuld für den Treffer gegen Ecuador von sich zu weisen – „Jeder Torwart weiß, dass man sich da so positionieren muss“ – klingt eher nach einer Ausrede als einer ehrlichen Analyse.
Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Neuer seine Form wiederfinden kann. Doch eines ist klar: Die Zeit des alten Torwarts neigt sich dem Ende zu. Ob Nagelsmann den Mut hat, ihm den Platz zu überlassen, bleibt abzuwarten. Die deutsche Fußballnation hält den Atem an.

Die zukunft des deutschen torhüter-betons
Die Statistiken zeigen deutlich: Neuer ist nicht mehr der unantastbare Rückhalt, den er einmal war. Seine Reflexe sind langsamer, seine Entscheidungen unentschlossener. Die Frage ist nicht, ob eine Veränderung im Tor stattfinden wird, sondern wann. Die WM 2026 könnte der letzte Auftritt einer Ära sein – und Deutschland muss sich schon jetzt auf die Zukunft vorbereiten. Ein junger, hungriger Torwart braucht seine Chance. Sonst droht eine weitere Enttäuschung im internationalen Fußball.
