Wm 2026: ägypten verpasst achtelfinal-einzug – iran bangt um k.o.-phase

Seattle – Dramatik bis zur letzten Sekunde: Ägypten hat im mit Spannung erwarteten „Pride Match“ gegen den Iran eine bittere 1:1-Unentschieden erringen müssen und damit den direkten Gruppensieg verpasst. Für die Pharaonen geht es weiter, allerdings mit einem nervenaufreibenden Sechzehntelfinal-Duell gegen Australien. Der Iran muss sich hingegen auf die Entscheidung anderer Spiele verlassen, um überhaupt in die K.o.-Phase einzuziehen.

Ein tor, ein elfmeter, ein verpasster sieg

Schon früh sorgte Mahmoud Saber mit seinem Treffer in der 5. Minute für Jubel auf ägyptischer Seite. Doch der Iran ließ sich nicht unterkriegen und erhöhte den Druck. Der Ausgleich durch Ramin Rezaeian in der 14. Minute zeigte, dass hier beide Teams noch auf den Gruppensieg spekulierten. Der Verursacher, Mohamed Abdelmonem, verletzte sich dabei unglücklich und musste das Feld verlassen – ein herber Rückschlag für die ägyptische Abwehr.

Mostafa Shoubeir, der ägyptische Torwart, avancierte kurzzeitig zum Helden, als er einen Elfmeter von Mehdi Taremi sensationell parierte. Doch die Freude währte nicht lange, da die Iraner weiterhin auf das Tor der Pharaonen drängten. Die letzte Hoffnung des Iran, ein spät erzieltes Tor in der Nachspielzeit, wurde durch eine knappe Abseitsposition zunichte gemacht – ein Verrat für die mitgereisten Fans.

Hossam hassan: „die spieler haben sich das verdient“

Hossam hassan: „die spieler haben sich das verdient“

„Dass wir aus der Gruppe herausgekommen sind, ist die reinste Ehre“, kommentierte Ägyptens Trainer Hossam Hassan das Ergebnis. Er betonte jedoch auch die harte Arbeit seiner Mannschaft: „Wir haben uns das verdient, wenn man die harte Arbeit sieht, die wir über die drei Spiele investiert haben.“ Die Spieler hätten alles gegeben, um den Gruppensieg zu sichern, doch am Ende reichte es nur zu Platz zwei. Das Team trifft nun am Freitag in Dallas auf Australien, ein Gegner, der alles andere als einfach zu sein verspricht.

Für den Iran bedeutet das 1:1 gegen Ägypten, dass sie auf das Ergebnis der anderen Spiele in Gruppe G warten müssen, um festzustellen, ob es für die K.o.-Phase gereicht hat. Obwohl die Ausgangslage angespannt ist, blieb das Spiel selbst von der vorherrschenden Spannung im Vorfeld weitgehend unberührt. Der von den Veranstaltern ausgerufen „Pride Match“ stand unter einem besonderen Stern, da an diesem Wochenende die LGBTQI+-Community in Seattle gefeiert wird. Die anfänglichen Spannungen zwischen den beiden beteiligten Verbänden aus muslimisch geprägten Ländern konnten jedoch glücklicherweise keinen Einfluss auf das Spiel haben.

Die Reise des Iran in die USA war mit besonderen Auflagen verbunden, doch die Mannschaft zeigte großen Kampfgeist und will sich nun mit einem historischen Einzug in die K.o.-Phase belohnen. Es bleibt abzuwarten, ob die Hoffnung auf ein Weiterkommen für den Iran erfüllt wird – ein dramatisches Finale einer spannenden Gruppenphase steht bevor.