Neuer adler-coach aus österreich: mitter übernimmt!
Die deutsche Skisprungelite hat einen neuen Chef: Andreas Mitter, bisherige Nummer zwei von Stefan Horngacher, wird ab sofort Bundestrainer. Ein Wechsel, der im deutschen Skisport für Aufbruchstimmung sorgen soll, nachdem die vergangene Saison hinter den Erwartungen zurückblieb.
Die nachfolge von horngacher geregelt
Nach sieben Jahren unter der Leitung von Stefan Horngacher, der seinen Abschied verkündet hatte, übernimmt der 44-jährige Österreicher das Ruder. Mitter, der bereits als Cheftrainer in Finnland tätig war und seit 2019 als Assistent Horngachers im DSV-Team mitwirkte, freut sich auf die neue Herausforderung. „Ich freue mich sehr und möchte mein Know-how und meine Erfahrung einbringen“, erklärte er.
Sportdirektor Horst Hüttel betonte die Expertise und das Engagement des neuen Trainers: „Andreas Mitter hat sich in Deutschland und international eine sehr hohe Wertschätzung erarbeitet. Er kennt das System Skisprung in Deutschland in all seinen Facetten. Wir vertrauen darauf, dass er mit seiner Expertise notwendige Impulse setzen kann.“

Talentförderung im fokus
Ein zentraler Aspekt von Mitters Arbeit wird die Verjüngung des Kaders sein. Der Nachwuchs-Pool ist nicht gerade üppig besetzt, dennoch gilt es, neue Talente zu fördern und in die Weltspitze zu bringen. Vor allem Olympiasieger Philipp Raimund sticht derzeit hervor, während hinter Namen wie Andreas Wellinger und Karl Geiger noch Luft nach oben besteht.
Neben Mitter kehren mit Jens Deimel und Tino Haase zwei erfahrene Trainer ins Team zurück, die bereits in der Ära Werner Schuster Verantwortung trugen. Die Vertragslaufzeit wurde vom Deutschen Skiverband (DSV) noch nicht offiziell bekannt gegeben.
Mitter will mit seinen Kollegen neue Impulse in der Trainingsarbeit setzen und inhaltliche Schwerpunkte für eine langfristige Entwicklung des deutschen Skisprungs definieren. Ob er dabei an den Erfolg von Werner Schuster aus den Jahren 2008 bis 2019 anknüpfen kann, bleibt abzuwarten. Der Anschluss an die internationalen Top-Athleten ist wichtiger denn je.
Die Entscheidung für Mitter war überraschend, denn lange Zeit galt Thomas Thurnbichler, der aktuell den B-Kader betreut, als Top-Kandidat. Doch der DSV entschied sich für die Kontinuität mit einem erfahrenen Trainer aus dem eigenen Haus - und einem Mann, der die deutsche Skisprungszene genau kennt.

Ein neuer wind für die dsv-adler
Mit der Verpflichtung von Andreas Mitter weht ein neuer Wind in die Reihen der DSV-Adler. Ob dieser Wind ausreicht, um die Lücke zu den internationalen Konkurrenten zu schließen, wird sich zeigen. Die kommenden Wettbewerbe werden zeigen, ob die neue Strategie Früchte trägt und ob der deutsche Skisprung wieder zu alter Stärke findet.
