Navone triumphiert nach zitterpartie – mérida verpasst durchbruch

Bucarest bebte Tennis-Dramen: Mariano Navone sicherte sich den Titel, nachdem er sich in einem epischen Kampf gegen Dani Mérida durchsetzte. Der Argentinier bewies Nervenstärke und holte sich den Sieg nach mehr als drei Stunden – ein Erfolg, der seinen Tribut fordert, während Mérida, gezeichnet von der langen Turnierwoche, am Ende genervt aufgeben musste.

Méridas erschöpfung wird zum entscheidenden faktor

Méridas erschöpfung wird zum entscheidenden faktor

Schon im Vorfeld war klar, dass Dani Mérida mit einem Nachteil ins Finale kam. Der Madrileño hatte sich durch die Qualifikation kämpfen müssen und trug die Last von zwei zusätzlichen Matches in den Beinen. Navone hingegen konnte auf seine Erfahrung aus bereits zwei früheren Endspielen in ähnlichen Bedingungen zurückgreifen. Die Folgen waren auf dem Platz sofort zu erkennen: Mérida wirkte von Beginn an müde und verlor die ersten drei Spiele förmlich an den Argentinier. Navone nutzte die Gelegenheit und zwang Mérida zu Fehlern.

Mérida zeigte zwar im zweiten Satz eine Reaktion und gewann den ersten und dritten Punkt seines Aufschlags, doch die Anzeichen von Ermüdung waren unübersehbar. Er führte zwischenzeitlich mit 5:2 und 5:3, ließ aber die Chance auf den Satzgewinn ungenutzt. Navone hielt dagegen und zwang Mérida zu einem entscheidenden Tie-Break, das der Spanier verlor.

Im dritten Satz schien Mérida kurzzeitig die Kontrolle zurückzugewinnen und führte mit 3:1. Doch Navone ließ nicht locker und konterte mit einem wichtigen Break. Die Entscheidung fiel schließlich, als Navone zwei Matchbälle zum Sieg verwandelte. Ein Doppelfehler und ein unsauberer Rechtshänder von Mérida besiegelten seine Niederlage.

Es ist kein Grund zur Trübsal für den jungen Spanier. Mérida hat in Rumänien bewiesen, dass er zu den aufstrebenden Talenten gehört. Seine Leistung ist ein deutlicher Schritt nach vorne und er hat sich nun um 35 Positionen verbessert, was ihn auf Platz 101 der Weltrangliste platziert. Damit rückt er näher an die Qualifikation für die nächste French Open.

Navones Sieg ist nicht nur ein Triumph für ihn persönlich, sondern auch ein Erfolg für die argentinische Tennis-Szene. Er folgt damit dem Vorbild seines Landsmanns Tomás Martín Etcheverry, der bereits in diesem Jahr den Open 500 in Rio de Janeiro gewonnen hat. Ein weiterer Beweis für die Stärke des argentinischen Tennissports.