Nagelsmann-debüt: klopp-spruch löst wm-debatte aus!

Vor dem ersten WM-Spiel gegen Curaçao brodelte es in der deutschen Fußball-Nation – und das lag nicht nur an der Anspannung vor dem Duell. Ein einziges Wort, fallen gelassen von Jürgen Klopp im MagentaTV-Vorbericht, schlug sofort ein wie ein Blitz: „Noch.“ Was steckt hinter dieser scheinbar harmlosen Bemerkung, die nun für Gesprächsstoff sorgt?

Die klopp-aussage und ihre folgen

Die klopp-aussage und ihre folgen

Im Vorfeld des Spiels diskutierte Klopp im MagentaTV-Livestream über die mögliche Aufstellung von Julian Nagelsmann. Seine Aussage, verbunden mit einem verschmitzten Grinsen, „Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf – noch“, ließ die Runde kurz innehalten. Moderator Johannes B. Kerner erkannte die aufkommende Debatte und brachte das Thema zur Sprache. Die Reaktion der Beteiligten war ebenso amüsant wie aufschlussreich.

Thomas Müller nahm das Wort auf und betonte die Leidenschaft, die die Diskussionen um die Mannschaft und das Turnier prägt. „Wir diskutieren sachlich, wenn es um den Sport geht. Aber wer uns beide kennt: Da ist immer ein bisschen Schmäh mit dabei. Da kann natürlich auch mal was rausrutschen, was populistisch verwendet werden kann, wenn man das denn will.“ Müller machte deutlich, dass er sich davon nicht beirren lassen werde und weiterhin offen seine Meinung äußern werde.

Bundestrainer Nagelsmann selbst wich der Frage auf der Pressekonferenz geschickt aus und blockte das Thema ab. Ein klares Statement blieb somit aus. Doch die Musiala-Debatte, die ohnehin schon heiß diskutiert wird, wurde durch Klopps Äußerung noch einmal angeheizt. Klopp betonte, dass es in seiner Aussage nicht primär um die Aufstellung ging, sondern vielmehr um die Optionen im Kader und die Entwicklung des Turniergefühls.

Und dann kam es zu einem weiteren amüsanten Schlagabtausch. Als Kerner Müller fragte, ob er den Rasen bereits getestet habe, antwortete dieser: „Noch nicht, aber er sieht super aus.“ Nach einem kurzen Blick auf den Untergrund ergänzte er: „Noch ist der Rasen ein bisschen trocken.“ Klopp konnte sich ein Schnauben nicht verkneifen und konterte: „Jetzt hast du das Wort ,noch‘ zweimal benutzt.“ Müller erwiderte trocken: „Ach so, ja. Eigentlich für dich gepachtet. Hab nicht gewusst, dass du es exklusiv gebucht hast.“

Die ganze Situation zeigt, dass trotz der hohen Erwartungen an die deutsche Nationalmannschaft die Stimmung im Team und im Expertenlager entspannt und humorvoll ist. Die Diskussion um das Wort „noch“ mag für einige überflüssig erscheinen, doch sie verdeutlicht die hohe Brisanz und die Emotionen, die mit der WM verbunden sind.