Barcelona triumphiert: füchse berlin verpassen champions-league-titel knapp
Köln – Die Füchse Berlin haben im Finale der EHF Champions League gegen den spanischen Rekordmeister FC Barcelona eine bittere Niederlage hinnehmen müssen. Vor über 20.000 Zuschauern in der Lanxess Arena verlor das Team von Nicolej Krickau mit 34:37 und verpasste den ersten Titel in der Königsklasse der Handballer. Ein enttäuschendes Ende einer starken Saison, in der die Berliner bereits im Vorjahr das Finale erreicht hatten.
Gidsels fehlstart und barcelonas dominante abwehr
Schon zu Beginn des Spiels machte sich deutlich, dass die Füchse vor einer enormen Herausforderung standen. Mathias Gidsel, der Welthandballer, fand kaum in seinen Rhythmus und leistete sich ungewöhnlich viele Ballverluste. Die katalanische Defensive um den herausragenden Torhüter Emil Nielsen – mit 14 Paraden ein entscheidender Faktor – ließ die Berliner Angreifer kaum zur Entfaltung kommen.
Nielsen, der ab der kommenden Saison für Berlin spielen wird (Dika Mem), nutzte seine Chance gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber und unterstrich seine Klasse. Die Anfangsphase gehörte klar Barcelona, die sich schnell einen Fünf-Tore-Vorsprung (9:14) erarbeiteten. Krickau versuchte mit einer Auszeit, die Kontrolle zurückzugewinnen, doch die Berliner Offensive fand kaum Mittel gegen die abgebrühte Spielweise der Spanier.

Ein kampf bis zum schluss – aber barcelona blieb cool
Die zweite Halbzeit begann vielversprechend für die Füchse. Sie konnten den Rückstand etwas verkürzen und zeigten kämpferischen Geist. Aber Barcelona ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. Die Roten Karten für Ludovic Fabregas und Max Darj schwächten die Berliner zusätzlich und machten das Aufholen noch schwieriger. Die Erfahrung und die mentale Stärke der Spanier entschieden letztlich das Spiel.
Der FC Barcelona feierte seinen 13. Champions-League-Titel, während die Füchse Berlin weiterhin auf den ersten großen Erfolg in der Königsklasse warten müssen. Ein herber Rückschlag, aber auch eine Motivation für die Zukunft. Die Niederlage markiert das erste verlorene internationale Finale für ein deutsches Team seit langer Zeit.

Magdeburg gewinnt spiel um platz 3
Parallel zum Finale sicherte sich der SC Magdeburg im Spiel um Platz 3 einen weiteren Erfolg und bezwang mit 40:35 den französischen Vertreter HBC Nantes. Ein positives Signal für den deutschen Handball.
