Nagelsmann startet wm-countdown – aber warnt vor top-gegner schweiz

Julian Nagelsmann brennt die letzte Ruhepause ab. Heute Abend (20.45 Uhr, RTL) testet die DFB-Auswahl gegen die Schweiz – nur 67 Tage vor dem WM-Auftakt in den USA, Kanada und Mexiko. Der Bundestrainer spricht kein Wort von „Experiment“, sondern von „stabilem Konstrukt“. Das heißt: Wer heute überzeugt, fliegt im Sommer mit.

Die schweiz als unbequeme gradmessung

Die schweiz als unbequeme gradmessung

Nagelsmann lobt den Gegner bis zum Abpfiff. „Extrem gut“, „defensiv monolithisch“, „gnadenlos kompakt“. Keine Floskeln, sondern Respekt vor einer Nation, die Deutschland zuletzt bei der EM 2021 in die Knie zwang. Die Nati kassierte in der Quali nur vier Gegentore – so wenig wie kein anderes europäisches Team. Für die deutsche Offensive wird das ein Stress-Test ohne Netz.

Die Personalie, die alle umtreibt: Spielt Kai Havertz links vorne oder rückt Jamal Musiala ins Zentrum? Nagelsmann testet heute beide Varianten. Hinten dürfte Jonathan Tah neben Antonio Rüdiger beginnen – ein Duo, das in 270 gemeinsamen Bundesliga-Minuten noch kein Gegentor kassierte. Die Botschaft lautet: Stabilität vor Spectacle.

Die Schweiz reist ohne Granit Xhaka, dafür mit Remo Freuler und Denis Zakaria als Doppelsechs. Ihre Aufgabe: Florian Wirtz und Leroy Sané früh in deren Hälfte zu stoppen. Klingt nach Fußball-Schach auf höchstem Niveau. Wer die ersten 20 Minuten übersteht, ohne dass Manuel Neuer ins Schwitzen kommt, hat gute Chancen, auch im Juli gegen die USA zu starten.

Der Countdown läuft, die Tickets sind noch nicht verteilt. Wer heute glänzt, schreibt sich in Nagelsmanns Notizbuch – mit dickem Marker. Wer patzt, muss bis Juni warten. Die Schweiz ist kein Freundschaftsspiel, sie ist ein Halbfinale im Vorverkauf.