Nagelsmann schmeißt den wm-kader um: goretzka rauf, stars drohen absage
Julian Nagelsmann schlägt ein neues Kapitel auf. Der Bundestrainer kündigt für den Sommer 2026 „unpopuläre“ Entscheidungen an – und meint damit nicht nur die Frage, wer mitfliegt, sondern wer überhaupt noch dabei ist.
Kader-14 wird zum kader-16 – und dreht durch
„Wir werden Spieler einladen, die bei ihrem Klub Anführer sind, bei uns aber vielleicht Platz 15 oder 16 einnehmen“, sagt Nagelsmann im kicker. Die Botschaft ist klar: Charakter ist nicht mehr das alleinige Kriterium, sondern die Bereitschaft, eine Nebenrolle zu akzeptieren. Einige Nationalspieler werden diese Nachricht in den nächsten Tagen in Form eines Anrufes erhalten – und sie wird ihnen nicht gefallen.
Leon Goretzka profitiert vom Umdenken. Trotz Bankplatz bei Bayern München rückt der 31-Jährige zur WM wieder in den Fokus. Nagelsmann lobt dessen Kopfballstärke und „Wucht im Sechzehner“. Pavlovic und Nmecha dagegen stehen auf der Kippe: Sie ergänzen sich laut Nagelsmann „nicht optimal“, einer von beiden wird wohl nach Hause fahren.

Kimmich bleibt rechts, baumann ist nummer eins
Die Personalien sind nicht verhandelbar. Joshua Kimmich bleibt Rechtsverteidiger, Oliver Baumann Torhüter Nummer eins – selbst wenn Marc-André ter Stegen rechtzeitig fit wird. Antonio Rüdiger muss sich dagegen beweisen. „Kniefit, Trainingsstand, Intensität – alles offen“, sagt Nagelsmann. Die Rückkehr des Abwehrchefs ist kein Automatismus mehr.
Am 19. März veröffentlicht der Trainer sein Testspiel-Aufgebot für die Partien gegen die Schweiz und Ghana. Es wird, so kündigt er an, „die DNA des WM-Kaders“ tragen. Wer jetzt nicht dabei ist, darf sich auf heiße Sommertage im Verein einstellen – statt auf kühle Abende in Los Angeles, Mexiko-Stadt oder Toronto.
Die WM in den USA, Mexiko und Kanada beginnt am 11. Juni. Deutschland ist in Gruppe F gesetzt. Die Uhr tickt. Und Nagelsmanns Stoppuhr läuft schon.
