Frankreichs themice fontaine schlägt deutsche biathlon-hoffnung am großen arber

Sydney Wüstling schoss sich aus dem Rennen. Drei Patronen landeten daneben, 2:46 Minuten fehlten am Ende zur Spitze. Dafür bekam die 17-jährige Thüringerin eine Lektion, die schmerzt: Perfektion zählt, nicht nur schnelle Ski.

Fontaine bleibt kalt, die dsv-junioren wachsen an der aufgabe

Die Französin Themice Fontaine lief wie ein Uhrwerk: null Fehler, 19,5 Sekunden Vorsprung auf die ukrainische Silberläuferin Oleksandra Merkushyna. Dahin verwandelte sich der Große Arber in eine Bühne für künftige Weltcup-Stars – nur eben nicht in deutschen Trikots.

Für Deutschland war Platz zehn das bittere Maximum. Johanna Lehnung folgte auf Rang 16, Leni Dietersberger auf 28, Melina Gaupp auf 31. Jede einzelne Fehlsalve schlug sich in Sekunden nieder, die sich am Ende zu Minuten auftürmten.

Die Strecke war kein Spaziergang. Bei frühlingshaften Plusgraden fraßen sich die Skating-Passagen tief ins Bein. „Ich war froh, als ich im Ziel war“, sagte Wüstling im ARD-Mikrofon – kein Excus, sondern ehrliche Einsicht.

Giovanna nicolussi verpasst podest knapp – vier sekunden vom traum entfernt

Giovanna nicolussi verpasst podest knapp – vier sekunden vom traum entfernt

In der Jugend-Konkurrenz kam der nächste Faustschlag: Giovanna Nicolussi schoss sauber, lief die 14. schnellste Laufzeit – und wurde dennoch nur Vierte. Vier Sekunden trennten sie von Bronze, eine Handvoll Herzschläge vom ersten großen Triumph.

Die Titelkämpfe laufen noch bis zum 8. März. Gold ist momentan französisch, aber die deutschen Talente kennen jetzt die Messlatte. Wer am Großen Arber leer ausging, kann in Ruhpolding oder Oberhof zurückschlagen – und genau das ist der Plan.