Nagelsmann lässt pavlovic-loch offen: letzte wm-probefahrt beginnt
Herzogenaurach – zwei Spiele, 180 Minuten, ein letztes Mal den Beweis liefern. Julian Nagelsmann hat seine 24-köpfige Truppe zusammengetrommelt, doch die Stimmung im DFB-Quartier ist alles andere als ausgelassen. Mit Pavlovic und Nmecha fallen zwei Mittelfeldstrategen aus, die Nagelsmann ursprünglich als Doppelsicherung für die WM-Startelf eingeplant hatte. Stattdessen rücken Stiller und Führich nach – ein Umschwenken, das die Kaderfrage offener macht als je zuvor.

Systemfrage offen: wer spielt neben kroos?
Die zentrale Achse ist das Rätsel, an dem der Bundestrainer seit Wochen bastelt. Ohne Pavlovic' filigrane Balleroberung und Nmechas vertikale Durchstoßkraft verliert Nagelsmann zwei Profile, die seine Idee eines flexiblen 4-2-3-1 mit hybriden Sechsern stützen sollten. Stiller bringt zwar Laufintensität, doch seine Passquote gegen pressingresistente Gegner lag in der Bundesliga bei 78 % – weit entfernt von Pavlovics 92 %. Führich wiederum ist ein Außenbahnläufer, kein Halbraumverteiler. Die Folge: Groß und Andrich rücken mental näher an die Startelf, obwohl beide in den vergangenen Länderspielen nur 45 Minuten gemeinsam auf dem Platz standen.
Die erste Bewährungsprobe folgt bereits am Freitag in Basel. Die Schweiz wird ohne Embolo auflaufen, dafür aber mit Xhaka und Akanji ein Mittelfeld-Pressing zeigen, das Nagelsmanns Umstellungen vor dem Sommer stress-testet. „Wir werden sehen, wie schnell neue Kombinationen Gas geben
