Muslera: eine karriere voller glanz und bitterer patzer beendet den traum vom wm-krimi
Morristown – Der Traum von Uruguay, ein überraschendes Kapitel bei dieser Weltmeisterschaft zu schreiben, ist abrupt beendet. Und das am Ende durch den Mann, der so oft zum Garanten für Stabilität im Tor war: Fernando Muslera. Der 40-jährige Schlussmann, einst gefeiert, nun zum Gespött, beendete die Hoffnungen seiner Mannschaft mit einer Reihe von Fehlern, die selbst eingefleischte Fans sprachlos zurückließen.
Die schatten der vergangenheit holen muslera ein
Fünf Weltmeisterschaften hat Muslera erlebt, neun oder vielleicht sogar mehr Fehler begangen. Ein Mann, der einst in der Serie A für Lazio spielte und später in der Türkei bei Galatasaray Erfolge feierte, steht nun im Fokus der Kritik. Sein Patzer gegen Spanien, der die frühe Eliminierung Uruguays besiegelte, ist nur der jüngste in einer langen Reihe von Fehlentscheidungen, die seine Karriere begleiteten.
Die Erwartungen waren hoch. Ein Duell mit Messi in den K.O.-Runden schien möglich, doch Messi wird sich nun mit einem anderen erfahrenen Torwart, Vozinha von Kap Verde, auseinandersetzen müssen. Muslera, der geborene Argentinier, der für Uruguay spielte, hinterließ einen Eindruck von Resignation und Enttäuschung.
Der Fehler gegen Baena war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Ein scheinbar harmloser Schuss, den ein erfahrener Torwart mühelos hätte halten müssen, landete im Netz – und mit ihm die Träume einer ganzen Nation. Die Entscheidung, Muslera in der Halbzeitpause gegen Rochet auszuwechseln, kam zu spät, um das Blatt zu wenden.

Von held zu tragischer figur: musleras wm-bilanz
Erinnern wir uns an die WM 2010 in Südafrika, wo Muslera als Held gefeiert wurde, als er im Viertelfinale zwei Elfmeter gegen Ghana parierte. Doch auch dort gab es Momente der Unsicherheit, Fehler, die zu Gegentreffern führten. So wieder in Russland 2018, als sein Patzer gegen Frankreich den Weg für den späteren Weltmeister ebnete. Griezmann, der charrua-freundliche Franzose, profitierte von einem kapitalen Fehler Musleras und machte den Sieg der Equipe Tricolore perfekt.
Vier Jahre später in Katar entschied sich der damalige Trainer Diego Alonso gegen Muslera und setzte stattdessen auf Sergio Rochet. Eine Entscheidung, die sich nun als richtiger herausgestellt haben könnte. Muslera kehrte nach Argentinien zurück, unterschrieb bei Estudiantes und wurde dort von Bielsa gelobt für seine “Sicherheit und Persönlichkeit”.
Die jüngsten Fehler – ein Patzer gegen Saudi-Arabien, eine fragwürdige Entscheidung gegen Kap Verde – waren nur Vorboten des Debakels gegen Spanien. Die Karriere eines Mannes, der so viel Leidenschaft für den Fußball bewiesen hat, endet nun in einer bitteren Niederlage. Die Zahl der Fehler überwiegt am Ende die der Glanzmomente.
Musleras Karriere ist eine Geschichte von Höhen und Tiefen, von Triumphen und Tragödien. Ein Mann, der mit großartigen Paraden begeisterte, aber auch mit Fehlern, die ganze Spiele entscheiden konnten. Ein Abschied mit einem traurigen Nachgeschmack, der zeigt, dass selbst die größten Helden ihre Grenzen haben.
