Musetti stürzt ins zentrum: vacherot wartet, sinner und alcaraz pausieren

Lorenzo Musetti muss gleich liefern. Der Weltranglisten-Fünfte debütiert am Mittwoch beim Rolex Monte-Carlo Masters gegen Valentin Vacherot – und das als viertes Match auf dem Court Rainier III. Die Uhr tickt, die Sonne steht hoch, die Côte d’Azur atmet Zigarettenqualm und Champagner. Ein Verlierer wird vor dem Dessert rausfliegen.

Musetti gegen vacherot: ein duell mit folgen

Der 22-jährige Italiener ist Turnier-Nr. 4 und Finalist von 2024. Vacherot, 26, Monaco-Resident und Wildcard-Gastgeber, hat in den letzten drei Monaten 18 Matches in der Challanger-Tour gewonnen. Seine Vorhand ist ein Bulldozer, seine zweite Aufschlagvariante ein Spiel mit dem Feuer. Musetti kennt die Zahlen, trotzdem: wer zuerst zittert, fliegt raus. Die Tribüne wird Partei ergreifen – und das weiß auch der Weltranglisten-Fünfte.

Parallel erwartet Matteo Berrettini auf dem Center Court Daniil Medvedev. Der Roman ist ein Selbstversuch: Berrettini kam mit保护bandagen aus Rom, Medvedev mit Frust aus Miami. Beide brauchen Sand in den Schuhen, beide brauchen Punkte. Der Gewinner trifft vermutlich auf Alexander Zverev, der danach gegen den Chilenen Cristian Garín ran muss.

Cobolli gegen blockx: das versteckte feuer

Cobolli gegen blockx: das versteckte feuer

Wer den Court des Princes betritt, wird belohnt. Flavio Cobolli spielt gegen den Belgier Alexander Blockx, 19 Jahre alt, frisch aus der Quali. Blockx hat in Antwerp bereits Halbfinale gespielt, seine Vorhand klingt wie ein Schlag auf Blech. Cobolli, Rom-Kind mit Hang zur Dramatik, muss früh zusetzen, sonst schlägt der Teenager zu.

Im Anschluss duelliert sich Andrey Rublev mit Zizou Bergs. Rublev schlägt Bälle, als wollte er Löcher in die Luft reißen. Bergs ist der Joker, der gerne mal ein Break klaut und dann das Stadion zum Kochen bringt.

Sinner und alcaraz: ein tag im hinterhalt

Sinner und alcaraz: ein tag im hinterhalt

Während die Anderen schwitzen, ruhen Jannik Sinner und Carlos Alcaraz. Sinner schickte gestern Ugo Humbert mit 6:3, 6:0 in den Urlaub, Alcaraz zerlegt Sebastián Báez mit demselben Resultat. Beide haben noch kein Sandkorn im Schuh – und das ist kein Zufall. Die nächste Runde beginnt für sie erst am Donnerstag, da werden die Beine frisch sein und die Augen kalt.

Die Sonne senkt sich, die Stühle füllen sich, die Bar verkauft Rosé in Magnumflaschen. Monte Carlo ist ein Aquarium aus Geld und Schweiß. Wer heute verliert, fliegt raus und landet im Jet nach Hause. Wer gewinnt, darf bleiben – und träumt vom Sonntag.