Münster beendet horror-serie – braunschweig droht der absturz
Nach 945 Minuten ohne Sieg haben
die Preußen endlich wieder drei Punkte geholt. Im Keller-Krimi von Braunschweig drehten sie einen Rückstand und schmetterten die Eintracht mit 2:1 auf den Relegationsplatz.
Frenkerts traum trügt – münster schlägt zurück
Lukas Frenkert wollte seinen Heimspiel-Kopfball nie als Pyjama-Story erzählen. Der Münsteraner traf in der 56. Minute per Kopf gegen die eigene Jugendstadt – und glaubte einen Moment lang an den Befreiungsschlag für Braunschweig. Doch sein Tor wurde zur Fußnote, weil Jorrit Hendrix und Oliver Batista Meier binnen vier Minuten die Klinke in die andere Richtung traten.
Hendrix schob aus 16 Metern ins lange Eck, Batista Meier hämmerte den anschließenden Freistoß unhaltbar unter die Latte. Die Zahlen danach: Münster klettert auf Platz 13, Braunschweig rutscht auf 16 – und hat nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den direkten Abstieg.
Die Eintracht wirkte nach der 75. Minute wie unter Schock. Selbst als Paul Jaeckel in der 88. Minute mit Gelb-Rot vom Platz musste, fand der Aufsteiger kein Mittel mehr. Johannes Schenk parierte in der Nachspielzeit einen Kopfball von Salomon Nkoa auf der Linie – und beendete damit nicht nur Münsters neun Spiele andauernde Durststrecke, sondern auch die Illusion der Braunschweiger, diesmal jemand anderen in den freien Fall mitzureißen.
Trainer Alexander Ende sprach vom „Befreiungsschlag mit Ansage“; seine Vorgänger hatten 28 Jahre lang keinen solch langen Siegflauten-Rekord hingenommen. Für Braunschweigs Chef Torsten Lieberknecht bleibt die Erkenntnis, dass die eigene Defensive inzwischen jeden Standard als Zufallsgenerator nutzt. Drei Gegentore aus ruhenden Bällen in den letzten beiden Heimspielen – das ist kein Trend, das ist ein Warnschuss.
Die Tabelle lügt nicht: Nur ein Sieg aus den letzten sieben Partien, die zweit-schlechteste Heimbilanz der Liga. Wenn die Eintracht nicht bald die Handbremse löst, wird das 2:1 von Münster nur die erste Etappe des freien Falls sein.
