Müller schaltet zu: seine ehrlichen worte zur wm-expertenrolle
Thomas Müller, der frischgebackene Experte für MagentaTV bei dieser Weltmeisterschaft, hat sich in den ersten Tagen bereits einen Namen gemacht – nicht nur durch seine fußballerische Expertise, sondern auch durch seine ungeschönten Aussagen. Der WM-Held von 2014 scheint die neue Rolle zu genießen, auch wenn ein hitziger Austausch mit Jürgen Klopp für Gesprächsstoff sorgte.
Die freude am detail: müller analysiert, was andere übersehen
Müller betonte im Interview mit T-Online, wie sehr er die Arbeit in den Stadien schätzt. „Ich stelle bereits jetzt fest, wie viel Freude mir das Ganze bereitet – vor allem die Arbeit in den Stadien mit meinen Kolleginnen und Kollegen“, so der ehemalige Bayern-Star. Sein Fokus liegt dabei auf der detaillierten Analyse des Spielgeschehens. Er möchte den Zuschauern zu Hause die Nuancen zeigen, die im schnellen Fluss des Spiels leicht übersehen werden. „Es macht mir Spaß, Spielszenen genau zu analysieren, die der Zuschauer vor dem TV-Bildschirm vielleicht nicht auf den ersten Blick sieht.“
Die langjährige Erfahrung im Profifußball ermöglicht es ihm, wertvolle Einblicke zu geben und das Spiel für die Fans erlebbarer zu machen. Dabei scheut er sich nicht, auch kritische Töne anzuschlagen. „Meine Marschroute als Experte ist klar: Selbst wenn ich mal etwas Kritisches sage, dann geht es nie darum, irgendjemanden bloßzustellen oder zu attackieren. Ich beobachte und benenne die Dinge so, wie ich sie sehe und fühle.“
Es sei ihm bewusst, dass seine Aussagen auch Schlagzeilen verursachen könnten, doch er werde sich davon nicht leiten lassen. „Wenn ich das Gefühl habe, das ist das, was ich eigentlich sagen will, dann werde ich das trotzdem tun, auch wenn es mal etwas süffisant rüberkommt.“

Klopp-debatte und völlers ratschlag: müller nimmt es mit humor
Die Diskussionen rund um seinen Dialog mit Jürgen Klopp, der sich inzwischen bei Julian Nagelsmann entschuldigt hat, belässt Müller gelassen. „Dabei sollten wir es jetzt auch belassen und zu den wirklich wichtigen Dingen zurückkehren“, so Müller, der sich auf die Leistungen der deutschen Nationalmannschaft konzentriert. Auch der Ratschlag von DFB-Sportdirektor Rudi Völler, einen Trainerschein zu machen, nimmt er mit Humor. „Wenn der Tag gekommen ist, an dem ich meine Spielerkarriere beende, dann will ich erst einmal in mich reinhorchen, ob mir was fehlt vom Fußballgeschäft.“
Aktuell konzentriert sich Müller auf seine Karriere bei den Vancouver Whitecaps und ist neugierig auf die Zeit nach seiner aktiven Laufbahn. „Ich kann mir durchaus vorstellen, Programme bei Verbänden oder Vereinen zu durchlaufen. Aktuell bin ich auf nichts festgelegt.“
Doch eines ist sicher: Thomas Müller wird auch als Experte für Schlagzeilen sorgen – und das ist auch gut so. Sein ehrlicher und direkter Stil macht ihn zu einem erfrischenden Gast in der Fußballwelt.
