Moser schlägt zu und ringt herum – doch die lightning versinken
Janis Moser schleudert den Puck ans Netz, dann seine Fäuste – und trotzdem fliegt Tampa Bay weiter dem Playoff-Abgrund entgegen. Die Nacht auf Mittwoch lieferte das Bild eines Schweizer Einsatzes voller Widersprüche: fünf Cracks aus der Alpenrepublik, zwei Siege, eine Menge Frust.
Der treffer war schön, die bilanz hässlich
2:5 in Columbus, die sechste Pleite in sieben Spielen. Moser trifft per Handgelenksschuss zum zwischenzeitlichen 2:3, sammelt seinen 24. Punkt der Saison, feiert anschließend mit rechts gegen Cole Sillinger – und geht trotzdem als Verlierer vom Eis. Die Lightning wirken wie ein Rennwagen mit Handbremse angezogen: viel Power, kein Grip.
Philipp Kurashev darf nach Tribünen-Zwang wieder ran, kassiert in Buffalo aber eine 3:6-Klatsche. Zwölf Minuten Eiszeit, minus drei im Plus/Minus-Ranking – die Sharks rutschen tiefer in die Krise. Zwischen Anaheim und San Jose liegen nur sieben Punkte, doch die Kalifornier würfeln derzeit nur Niederlagen.

Suter rettet einen zähler, josi dreht auf
Pius Suter und die Blues erkämpfen wenigstens den Zusatzpunkt, unterliegen den Islanders aber doch in der Verlängerung. Lian Bichsel darf jubeln: 2:1-Sieg mit Dallas, trotz Strafe wegen Hakens. Und Roman Josi? Der Kapitän der Predators stemmt sich nach 0:2-Rückstand gegen Seattle auf die Siegerstraße – 24:42 Minuten Einsatzzeit, ein Statement aus Dauerbeschuss.
Die Botschaft der Nacht: Schweizer Skalps sind kein Garant für Team-Glück. Moser liefert den Punch, Josi die Moral, Bichsel das nötige Quäntchen Glück – doch die großen Geschichten schreiben momentan andere. Tampa schaut in die Röhre, San Jose in den Abgrund. Und die Uhr tickt: In zwei Wochen ist Trade-Deadline, dann werden Träume abgeschrieben oder neu verhandelt.
