Mosengo-omba wirft hin: rücktritt mitten im chaos nach afrika-cup-final-skandal
Verón Mosengo-Omba ist weg. Der Generalsekretär der CAF verabschiedet sich mit sofortiger Wirkung, hinterlässt einen Verband im Ausnahmezustand und eine Kontinent-Fußballfamilie, die sich fragt, was die letzten 30 Jahre wirklich wert waren.
Ex-caf-chef verspricht: „ich hinterlasse den verband reicher denn je“
Die Bombe platzte am frühen Montagmorgen in Kairo. Mosengo-Omba, seit 2021 im Amt, erklärte seinen Rücktritt per Pressemitteilung – und machte dabei keinen Hehl daraus, dass die jüngsten Vorwürfe nach dem Final-Foul zwischen Marokko und Senegal eine Rolle spielten. „Nach einem Leben, das ich dem idealen Fußball gewidmet habe – jener Sportart, die Menschen verbindet, Bildung schafft und Hoffnung spendet – trete ich zurück“, heißt es in seiner Erklärung.
Der 63-Jährige betont, seine Entscheidung beruhe auf „reinem Gewissen“. Tatsächlich kursieren seit Wochen interne Berichte über Zahlungsflüsse rund um die Endrunde in Elfenbeinküste. Die CAF-Führung hatte Ermittlungen angekündigt, Ergebnisse liegen bis heute nicht vor. Mosengo-Omba selbst spricht von „verdächtigten Individuen, die meinen Namen beschmutzen wollten“. Ob damit interne Rivalen gemeint sind oder westliche Medien, lässt er offen.
Bilanz: 37 neue Jugendakademien, ein 400-Millionen-Dollar-Fernsehvertrag und die Einführung der VAR-Technologie in allen Qualifikationen. Kritiker kontern: gerade der Video-Assistent lieferte im Finale die meiste Gesprächsstoff – zwei umstrittene Elfmeter, eine nicht gegebene Rote Karte, anschließend Ausschreitungen auf dem Rasen.

Samson adamu übernimmt – und hat 90 tage, um das vertrauen zurückzugewinnen
Als Interimslösung kürt das Exekutivkomitee Samson Adamu. Der Nigerianer galt bisher als Mosengo-Ombas rechte Hand, kennt also jede zweifelhafte Akte. Adamu muss binnen drei Monaten eine Generalversammlung vorbereiten, Transparenzberichte veröffentlichen und – so die offizielle Vorgabe – „die Integrität des afrikanischen Fußballs wiederherstellen“. Ein Mammutprojekt, denn die Sponsoren drängen auf Klarheit. Auch die FIFA blickt nach Kairo; ohne saubere Strukturen droht die Entzug von Entwicklungsgeldern.
Die Zeit drängt. In zwölf Monaten findet die Afrika-Cup-Qualifikation 2025 statt, die ersten Gruppen sind bereits ausgelost. Wer die Geschäfte führt, bestimmt mit, wer spielt – und wer nicht. Mosengo-Omba selbst will sich „persönlichen Projekten“ widmen, ohne diese zu benennen. Insider vermuten Beratungsmandate in Asien. Eines ist sicher: der Mann, der einst Gelder aus dem Welthungerprogramm in Sportstadien lenkte, wird auch nach seinem Abgang nicht zur Ruhe kommen.
