Milan-panik vorbei: bartesaghi ohne muskelfaserriss – derby-einsatz noch offen
Kein Trauma, nur ein Warnschuss. Davide Bartesaghi wurde am Montag in Milanello untersucht, die MRT-Bilder zeigten keine Muskelverletzung am rechten Oberschenkel. Der 19-Jährige zog sich lediglich eine Überlastung zu, wie der Klub am Abend bestätigte. Damit bleibt der Außenverteidiger für das Derby gegen Inter am 6. April zumindest rechnerisch eine Option.
Warum die frist trotzdem eng wird
Der Zeitplan ist knapp wie ein Torraum-Getümmel. Bartesaghi fiel am Sonntag in Cremona in der 88. Minute aus, als er nach einem Sprint mit der Hand an die Oberschenkelmuskulatur griff. Coach Allegri hatte sofort gewechselt, Estupián kam und bereitete den Führungstreffer vor. Nun entscheiden die nächsten 72 Stunden, ob der Youngster wieder mit der Gruppe trainieren darf. Eine Ausfallszeit von sieben Tagen gilt als Minimum bei solchen Reizzuständen, das Derby rückt mit 240 Stunden Vorlauf immer näher.
Die Mediziner setzen auf Kryotherapie und leichtes Laufband, keine Spritzen, kein Risiko. Bartesaghi selbst postierte sich trotz freier Nachmittage im Trainingszentrum, bandagiert und mit der Aufmerksamkeit eines Schülers vor der Abschlussprüfung. Sein Engagement ist unverkennbar – und nötig, denn auf seiner Position fehlen bereits Calabria und Florenzi.

Gabbia und giménez auf der zielgeraden
Matteo Gabbia absolvierte trotz freier Trainingszeit ein individuelles Programm. Der Innenverteidiger laboriert an einer Flexoren-Reizung, die ihn die Spiele gegen Parma und Cremona kostete. Auch er könnte noch ins Derby-Rennen eingreifen, seine Beschwerden gelten als geringer schwerwiegend als Bartesaghis. Parallel meldete sich Santi Giménez zurück: Die Kontrolle seines Sprunggelenks fiel positiv aus, der Mexikaner wird diese Woche wieder mit der Mannschaft auf dem Platz stehen. Allegri hatte schon nach dem Cremona-Sieg angekündigt, dass Giménez „vor dem Derby wieder dabei sein könnte“. Nun bestätigt sich diese Prognose.
Der AC Milan spielt am Wochenende gegen Empoli, ehe die Länderspielpause beginnt. Wer bis dahin nicht auf dem Rasen steht, muss um den Kaderplatz bangen. Die gute Nachricht: keine Muskelrisse, keine Sehnenabrisse, nur Ermüdung und Reizung. Die schlechte: Der Stadtrivale wartet bereits, Inter hat personell die besseren Karten. Für Milan zählt jetzt jeder Tag, jede Behandlung, jeder Schritt. Die Derby-Uhr tickt lauter als jede Stoppuhr im Labor.
