Milan: teure verspätungen kosten die rossoneri eine stange!
Der AC Milan hat sich in dieser Saison teure Gewohnheiten angewöhnt: Ständige Verspätungen beim Einlaufen auf das Feld und zwischen den Halbzeiten kosten den Verein ordentlich Geld. Nach dem jüngsten Remis gegen Napoli summiert sich das Strafgeld bereits auf beachtliche 132.000 Euro – und das ist noch lange nicht das Ende.
Maignan und rabiot als spitzenreiter der verspätung
Während die Mannschaft auf dem Platz zwar überzeugt, zeigt sich im Hintergrund ein anderes Bild. Besonders Mike Maignan und Adrien Rabiot scheinen den Zeitplan nicht immer ganz ernst zu nehmen. Es ist ein Muster, das sich immer wiederholt und die Verantwortlichen zur Kasse blitzen lässt. Der SSC Neapel kassierte zuletzt einen Strafbetrag von 25.000 Euro für die insgesamt wiederholten Verspätungen des Teams.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Neben dem Napoli-Spiel folgten bereits mehrere andere Begegnungen mit empfindlichen Strafen. Lecce-Milan (4.000 Euro), Milan-Bologna (5.000), Udinese-Milan (3.000), Milan-Roma (8.000), Milan-Verona (10.000), Fiorentina-Milan (10.000), Milan-Lecce (10.000), Roma-Milan (15.000), Milan-Parma (20.000), Milan-Inter (22.000) – die Liste der teuren Verspätungen ist lang.
Doch wohin verschwindet das Geld? Ein Großteil landet bei der Lega, die es für soziale Zwecke einsetzt. Die internen Strafen, die für Verspätungen im Training oder Regelverstöße verhängt werden, finanzieren hingegen – und das ist der pikante Teil – die luxuriösen Mannschaftsessen. Ein Festmahl im Hotel Gallia in Mailand wurde kürzlich mit den „Bußgeldern“ finanziert. Ein Siebzig Personen starkes Kontingent, darunter Spieler, Trainerteam, Lageristen und Funktionäre, ließen es sich gut gehen. Der Preis? Wahrscheinlich nicht für schwache Nerven.
Trainer Max Allegri kann sich also beruhigen: Solange diese Verspätungen anhalten, steht ein guter toskanischer Wein für vierstellige Beträge zur freien Verfügung. Vorausgesetzt, er reserviert rechtzeitig!

Die taktik hinter den verspätungen?
Die Frage, die sich stellt, ist: Handelt es sich hierbei lediglich um schlechte Angewohnheiten oder steckt eine raffinierte Taktik dahinter? Ähnliche Szenarien wurden bereits von anderen Trainern praktiziert, wie beispielsweise José Mourinho, der angeblich Spielzeitverlängerungen während Benfica-Real Madrid nutzte, um die Champions League-Tabelle im Blick zu behalten. Auch Manchester United wurde einst für eine verspätete Ankunft im Old Trafford bestraft. Diese Strategien, ob nun real oder nur Gerüchte, verleihen den Milan-Verspätungen eine zusätzliche Würze.
Doch zurück zum aktuellen Szenario: Maignans gemächliche Vorbereitung seiner Handschuhe, Rabiots sorgfältige Anpassung des Zopfs im Tunnel, Leaos entspanntes Lächeln – all diese kleinen Details summieren sich zu einer teuren Gewohnheit. Die Kombination aus langen Gesprächen im Spind und diesen individuellen Ritualen lässt die 132.000 Euro plötzlich in einem ganz neuen Licht erscheinen.
