Milan schon bei 63 punkten: neun spieltage vor schluss ein vorbote der meisterkrone

Rom, Stadio Olimpico – ein Schritt auf das grüne Käsestück, und der AC Milan wäre mit 63 Punkten auf Augenhöhe mit dem Endstand der Saison 2023/24. Neun Spieltage bleiben noch, der Kalender blättert schneller als ein Taschenbuchthriller.

Allegri rechnet laut, doch die zahlen schreien schon

Massimiliano Allegri, 58, Liebhaber trockener Tabellen, würde das nicht als Erfolg werten. „Wir haben noch nichts gewonnen“, murmelt er, während seine Defensive 20 Gegentore nach 28 Spieltagen zulässt – zwölf weniger als im Vorjahr. Die Tordifferenz ist das echte Konto, darauf bucht er seit August.

Inter liegt fünf Zähler vorne, doch der Gegner ist nicht der einzige Feind. Die eigene Erwartungshaltung nagt. Gewinnt Milan in Rom, wäre die Meisterjagd zwar nicht entschieden, aber die 2,14-Punkte-Durchschnitt pro Spiel würde selbst eine Champions-League-Quali mit 74 Punkten erlauben, selbst wenn die Rossoneri künftig nur noch 1,4 Zähler schnüren – Mittelfeld-Niveau.

Die defensive als visitenkarte europas

Die defensive als visitenkarte europas

Kein italienisches Team kassierte weniger Tore, selbst Real und City schielen neidisch. Tomori und Co. waren schon letzte Saison da, niemand wurde über Nacht zum Rennpferd. Allegri verpasste ihnen einfach ein System, das schützt wie ein Panzer, aber bei Ballgewinn sofort nach vorne überschlägt.

Die Rechnung bleibt knallhart: fünf weitere Siefe, und die Champions-League-Torte ist durchgeschnitten. Fünf Mal siegen, vier Mal verlieren – dieselbe Mathematik, die im Kinderzimmer als unmöglich gilt, im Fußballbusiness aber reicht. Der Rest wäre nur noch Dekor, es sei denn, Inter stolpert erneut.

Die Uhr tickt. Neun Mal noch Auflauf, dann wissen wir, ob 63 Punkte am Ende nur ein statistischer Leckerbissen waren – oder der erste Fingerabdruck auf der Meisterschale.