Milan: modrics abgang lässt risse entstehen – allegri am scheideweg?
Ein Schock für die Rossoneri: Der AC Milan verliert nicht nur gegen Atalanta, sondern auch an Selbstvertrauen. Die erneute Niederlage wirft lange Schatten auf die Champions-League-Ambitionen und lässt Fragen aufkommen, ob die verpasste Champions-League-Qualifikation bereits besiegelt ist.

Die taktik des trainers: ein entscheidender faktor
Während die Tabelle noch Hoffnung gibt – zwei Siege gegen Genoa und Cagliari würden die Qualifikation sichern – sieht die Realität anders aus. Der Verlust von Modric, dessen fehlende Führung auf dem Platz deutlich spürbar ist, hat tiefe Risse in das Team gelegt. Seine Kreativität und sein Spielverständnis sind kaum zu ersetzen, und ohne ihn wirkt das Mittelfeld des Milan statisch und berechenbar. Die Mannschaft scheint den Faden verloren zu haben, die einst so beeindruckende Dominanz ist verschwunden.
Trainer Allegri steht nun vor einer großen Herausforderung. Er muss einen Weg finden, seine Mannschaft wieder zu stabilisieren und den Glauben an die eigenen Fähigkeiten zurückzugewinnen. Aber wie? Die Art und Weise, wie Allegri bisher auf die Probleme reagiert hat, lässt zu wünschen übrig. Seine taktischen Entscheidungen wirken oft unüberlegt und sein Umgang mit den Spielern ist angespannt.
Die Zahlen lügen nicht: In den letzten fünf Spielen konnte der AC Milan nur einen Sieg einfahren. Das ist eine erschreckende Bilanz, die Alarmglocken läuten lässt. Der Abstand zur Champions-League-Qualifikation ist gering, aber der Weg dorthin scheint derzeit unüberwindbar. Die Frage ist nicht, ob der Milan die Spiele gegen Genoa und Cagliari gewinnt, sondern ob die Mannschaft überhaupt noch die nötige Leidenschaft und Entschlossenheit aufbringt, um zu kämpfen. Ein Umbruch ist unausweichlich, aber ob Allegri die Kraft hat, diesen Umbruch zu gestalten, bleibt abzuwarten.
