Milan kassiert rekordstrafen: verspätungen kosten millionen!

Der AC Milan hat sich in der aktuellen Saison eine beachtliche Summe an Strafen für übermäßige Verspätungen beim Einlaufen auf das Spielfeld eingehandelt. Während die Rossoneri auf dem Weg zum Scudetto sind, lasten hohe Geldbußen auf dem Verein – ein Verhalten, das selbst Max Allegri, bekannt für seine Disziplin, ins Grübeln bringt.

Die uhr tickt: maignan und rabiot als hauptverursacher

Die uhr tickt: maignan und rabiot als hauptverursacher

Ganze 132.000 Euro hat der italienische Fußballmeister bereits für die wiederholten Verstöße gegen die Spielbeginn-Regeln bezahlt. Besonders hervorzuheben sind die wiederholten Verspätungen von Torwart Gianluigi Donnarumma (der hier fälschlicherweise als Maignan bezeichnet wurde – ein Fehler, der sich in der ursprünglichen Meldung eingeschlichen hat) und Mittelfeldspieler Rabiot. Die Strafen resultieren aus Verspätungen bei Spielbeginn und in der Halbzeitpause, wobei die “recidiva reiterata continuata” – also die wiederholte und fortgesetzte Wiederholung – besonders teuer zu Buche schlägt.

Die Analyse der ersten Halbzeit und die Vorbereitung auf die zweite dauerten offenbar zu lange, und es wirft Fragen auf, ob möglicherweise eine Art Taktik dahinter steckt – oder schlichtweg eine mangelnde Pünktlichkeit. Der Como ist mit 21.000 Euro zwar die zweitteuerste Mannschaft, aber der Abstand zum Milan ist immens. Eine Angewohnheit, die sich in zahlreichen Partien in dieser Saison wiederholte, darunter Lecce-Milan (4.000 Euro), Milan-Bologna (5.000), Udinese-Milan (3.000) und viele mehr.

Ein kurioser Moment fiel im Spiel gegen Rom auf, als Schiedsrichter Colombo Maignan mehrfach aufforderte, die Treppe des Stadions zu verlassen, um den Spielbeginn nicht weiter zu verzögern. “Maignan, wir warten auf euch, wir liegen im Rückstand!”, rief Colombo. Maignans Antwort: “Wir sind zu sechst…”. Mancini, mit einem Augenzwinkern, kommentierte: “Entweder eine Strafe, oder sie starten mit 0:1!”

Die Strategien, die hier angewendet werden, erinnern an den ehemaligen Roma-Trainer José Mourinho, der angeblich einmal die zweite Halbzeit eines Spiels Benfica gegen Real Madrid verzögerte, um die Champions-League-Tabelle im Blick zu haben. Auch wenn Mourinho dies später dementierte, ist die Parallele unverkennbar.

Aber wo landen die gesammelten Gelder? Ein Großteil geht an die Lega, die sie für soziale Zwecke einsetzt. Die internen Strafen, die für verspätetes Erscheinen zum Training oder Regelverstöße verhängt werden, fließen hingegen – zumindest teilweise – in die Vereinskasse. Ein besonderes Highlight: ein luxuriöses Dinner im Hotel Gallia, finanziert durch die “Strafenfonds”, an dem rund 70 Personen teilnahmen – von Spielern über Trainer bis hin zu Magazinieren und Managern. Der Rechnungsbetrag dürfte das eine oder andere Stirnrunzeln verursachen.

Max Allegri kann sich also darauf verlassen, dass er in Zukunft einen teuren toskanischen Wein bestellen kann, ohne allzu tief in die Tasche greifen zu müssen. Doch eines ist gewiss: Werden die Milan-Stars weiterhin so langsam in die Saison gehen, wird die Kasse des Vereins weiterhin leiden. Und das, obwohl die Sieben Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen auf dem Konto sprechen.