Nl-stars vor dem absprung: wer verlängert, wer geht?
- Simon seiler: vom nobody zum nati-kandidaten
- Valentin nussbaumer: verletzungspech überschattet vertragsgespräche
- Yannick weber: abschied vom eis in sicht?
- Leonardo genoni: der ewige rückhalt
- Lino martschini: zug's verlust, anderer vereine's gewinn?
- Mirco müller: der rückkehrer mit nhl-erfahrung
- Tristan scherwey: bern-ikone steht vor einer weggabelung
- Romain loeffel: ein möglicher wechsel nach lausanne?
Die Schweizer National League steht vor spannenden Wechslern. Zahlreiche Leistungsträger stehen vor Vertragsverhandlungen oder deren Auslauf, und die Sportchefs der Liga dürften bereits fieberhaft Strategien entwickeln, um sich die besten Spieler zu sichern. Wir werfen einen Blick auf die Spieler, um deren Zukunft besonders gerätselt wird.
Simon seiler: vom nobody zum nati-kandidaten
Die Saisonverläufe können manchmal überraschend sein. Simon Seiler vom HC Fribourg-Gotteron ist dafür ein perfektes Beispiel. Nach der Verletzung von Andrea Glauser übernahm der 28-Jährige Verantwortung und überzeugte in den Playoffs mit durchschnittlich über 18 Minuten Eiszeit pro Spiel – eine deutliche Steigerung gegenüber den regulären Saisonsspielen. Die Resultate sprechen für sich: Er ist nun sogar ein Kandidat für das Heim-WM-Turnier. Für Fribourg bedeutet dies, dass eine Vertragsverlängerung mit dem defensivstarken Spieler wahrscheinlich mit einer entsprechenden finanziellen Gegenleistung verbunden sein wird.

Valentin nussbaumer: verletzungspech überschattet vertragsgespräche
Valentin Nussbaumer vom HC Davos war in der Vergangenheit ein Garant für offensive Impulse. Zwar blieb er in der abgelaufenen Saison unter seiner persönlichen Bestmarke von 37 Scorerpunkten, dennoch schien er in den Verlosungen um die WM-Tickets ein Thema zu sein. Doch dann kam es zum bitteren Rückschlag: Ein kompletter Riss des Innenbands im Knie beendete die Saison vorzeitig. Diese Verletzung wird zweifellos auch die anstehenden Vertragsverhandlungen beeinflussen. Sein Comeback wird Zeit brauchen, und das könnte die Verhandlungen erschweren.

Yannick weber: abschied vom eis in sicht?
Bei Yannick Weber, dem erfahrenen Verteidiger der ZSC Lions, wird immer häufiger über sein Karriereende spekuliert. Mit 37 Jahren verfügt er zwar noch immer über die nötige Klasse, doch sein Vertrag läuft 2027 aus, wenn er 38 Jahre alt sein wird. Ein Alter, in dem viele Spieler überlegen, ihre Karriere zu beenden. Die Lions werden sich jedoch wahrscheinlich bemühen, mit dem NHL-erfahrenen Verteidiger zu verlängern, der über 500 Partien in der besten Liga der Welt bestritten hat.

Leonardo genoni: der ewige rückhalt
Auch Leonardo Genoni vom EV Zug gehört zum bewährten Inventar der Liga. Der siebenfache Schweizer Meister ist mit 38 Jahren zwar im Herbst seiner Karriere, doch seine Leistungen lassen keine Zweifel aufkommen. Seine herausragenden Auftritte bei den Olympischen Spielen in Mailand, wo er sogar NHL-Stars auf die Bank drängte, zeigten einmal mehr seine Klasse. Es ist schwer vorstellbar, dass Zug ohne seinen erfahrenen Goalie plant.
Lino martschini: zug's verlust, anderer vereine's gewinn?
Lino Martschini, eine weitere Legende beim EV Zug, steht ebenfalls vor wichtigen Vertragsverhandlungen. Sein Ausfall aufgrund eines Kreuzbandrisses hat das Abschneiden des Teams beeinträchtigt. Wenn Martschini fit ist, gehört er zu den produktivsten Spielern der Liga. Er wird sich in den Verhandlungen auf diese Leistung verlassen können.
Mirco müller: der rückkehrer mit nhl-erfahrung
Mirco Müller, mit seiner NHL-Erfahrung, ist ein gefragter Mann. Nach seiner Rückkehr aus Nordamerika hat er beim HC Lugano konstant gute Leistungen gezeigt. Angesichts der sportlichen Entwicklung in Lugano haben die Tessiner gute Chancen, ihn langfristig an sich zu binden. Seine Verlässlichkeit in der Defensive ist unbezahlbar.
Tristan scherwey: bern-ikone steht vor einer weggabelung
Tristan Scherwey ist für den SC Bern, was Julien Sprunger für Fribourg ist – eine Ikone. Doch die Saison war für ihn und das gesamte Team enttäuschend. Seine Scorerpunkte blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück. Dennoch ist es unwahrscheinlich, dass Scherwey in der nächsten Saison in einem anderen Trikot auflaufen wird. Seine Bindung an Bern ist einfach zu stark.
Romain loeffel: ein möglicher wechsel nach lausanne?
Beim SC Bern steht ein Umbruch bevor. Mit Serge Aubin kommt ein neuer Trainer, und mehrere langjährige Leistungsträger stehen vor dem Abschied. Auch die Zukunft von Romain Loeffel ist ungewiss. Gerüchte über einen möglichen Tausch mit Torhüter Connor Hughes vom Lausanne HC halten sich hartnäckig. Alles deutet darauf hin, dass Loeffel über die Saison 2026/27 hinaus nicht mehr in Bern spielen wird.
Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, wie sich die Situation entwickelt und welche Spieler sich für einen Wechsel entscheiden. Die National League steht vor einer spannenden Zukunft, in der sich viel verändern wird.
