Milan in der krise: allegri plantzt angriffsumstellung!
Die Rossoneri stecken in einer alarmierenden Ergebniskrise. Während die Konkurrenz in der Serie A Tore reiht, bleibt der Angriff des AC Mailand erschreckend blass. Die Zeichen stehen auf Veränderung – und Trainer Stefano Allegri scheint eine radikale Lösung in Betracht zu ziehen: ein 3-5-2 System mit einem Dreiersturm.
Die torflaute der stürmer
Die Zahlen lügen nicht: Während die Top-Teams in der Liga reihenweise das Netz zum Vibrieren bringen, kommt der Angriff des Milan kaum in Schwung. Nur 23 Treffer in 31 Spielen – das ist eine magere Ausbeute, die selbst das Arsenal und der SSC Neapel übertrumpft, die ebenfalls mit Torproblemen zu kämpfen haben. Zum Vergleich: Inter Mailand liegt mit 35 Toren deutlich besser da. Die Offensive um Leao, Pulisic und Nkunku enttäuscht auf ganzer Linie.
Leao, der als Hoffnungsträger galt, kommt lediglich auf neun Saisontore. Pulisic folgt mit acht Toren, während Nkunku nur fünfmal traf. Füllkrug blieb bisher torlos und auch Gimenez konnte sich noch nicht in die Torschützenliste eintragen. Ein düsteres Bild, das die Verantwortlichen zum Handeln zwingt.
Die Wahrheit ist ungemütlich: Der AC Milan hat nach 31 Spieltagen keinen einzigen Spieler in der Offensive, der zweistellig trifft. Ein Vergleich zu den Vorjahren zeigt deutlich den Leistungsabfall: Im Vorjahr trafen Pulisic und Reijnders jeweils neunmal, im Jahr davor war Giroud mit 13 Treffern und Leao mit 12 Toren deutlich erfolgreicher.

Allegri experimentiert: das 3-5-2 system
Um die Torflaute zu beenden, scheint Allegri eine überraschende Lösung in Betracht zu ziehen. Nach der Partie gegen Neapel gab er erstmals die Möglichkeit eines Dreiersturms zu. „Wir werden sehen, ob wir das System von Beginn an einsetzen können, aber es hängt vom Zustand der Spieler ab“, erklärte der Coach.
Das anstehende Spiel gegen Udinese könnte die ideale Gelegenheit für den Test des neuen Systems bieten. Ein 3-5-2 würde eine Umstellung in der Defensive erfordern, mit einer Viererkette. Die Frage ist, wer die drei Positionen im Angriff besetzen wird. Leao wird gegen Udinese vermutlich noch nicht die volle Distanz spielen können, während Pulisic, der von seinen USA-Einsätzen etwas erschöpft ist, die Nase vorn haben könnte. Gimenez könnte sich gegen Füllkrug durchsetzen, um als einziger Stoßstürmer zu agieren. Nkunku müsste eventuell auf die Außenbahn weichen.
Ein Spieler, der unter der Umstellung leiden könnte, ist Saelemaekers. Für Allegri ist er keine Natürliche Option als rechter Verteidiger, und er könnte sich um einen Platz im Angriff streiten. Aber auch für ihn ist es eine Chance, sich zu beweisen, und ein sonniger Nachmittag im San Siro ist immer willkommen.
Die Entscheidung für das 3-5-2 ist ein klares Signal: Allegri ist bereit, alles zu versuchen, um die offensive Schwäche des AC Mailand zu beheben. Ob diese Wette aufgeht, wird sich am Samstag gegen Udinese zeigen. Die Hoffnung stirbt zuletzt – aber die Zeit drängt.
