Milan in der krise: allegri plantzt angriff auf udinese!

Mailand – Der Serie A Schrecken ist zurück, und er trägt Rot und Schwarz. Der AC Milan, einst gefürchteter Angriff, präsentiert sich in dieser Saison als blasse Kopie seiner selbst. Die Offensive dümpelt vor sich hin, während die Konkurrenz Tore reiht auf reihe erzielt.

Die torflaute der rossoneri

Die Zahlen lügen nicht: 23 Treffer in 31 Spielen. Ein erschreckender Wert, der im krassen Gegensatz zu den Leistungen der Top-Teams in Europa steht. Während der Paris Saint-Germain und Lens auf 39 Treffer kommen, glänzt auch Barcelona mit 38 Toren. Selbst der FC Arsenal und der SSC Neapel liegen mit 22 bzw. 21 Toren noch besser da. Der Milan hinkt hinterher – ein Alarmsignal für die ambitionierten Ziele des Vereins.

Die Verantwortlichen suchen nach Lösungen. Besonders die Offensive zeigt in letzter Zeit wenig bis keine Wirkung. Leao, Pulisic, Nkunku, Gimenez und Füllkrug – die etatmäßigen Angreifer – haben in den letzten Partien kaum überzeugt. Leao erzielte neun, Pulisic acht, Nkunku fünf, Füllkrug lediglich einen und Gimenez gar keinen einzigen Treffer. Ein erschreckender Kontrast zu den starken Leistungen der Konkurrenz.

Allegri

Allegri's gambit: das 3-5-2 experiment

Nun krempelt Trainer Max Allegri das System um. Nach der enttäuschenden Niederlage gegen den SSC Neapel deutete er an, über eine Dreier-Angriffslinie nachzudenken. Ein kühner Schachzug, um die Offensive zu beleben und neue Impulse zu setzen. „Wir werden sehen, ob das funktioniert“, so Allegri, „aber die körperliche Verfassung der Spieler spielt eine entscheidende Rolle.“

Das anstehende Spiel gegen die Udinese bietet die ideale Gelegenheit, das neue System zu testen. Die Friulaner sind zwar kein Top-Team, verfügen aber über schnelle Spieler an den Außenpositionen, die die Milan-Abwehr vor Herausforderungen stellen könnten. Für die Positionen in der Dreier-Angriffslinie stehen Leao, Pulisic und Nkunku zur Debatte. Gimenez und Füllkrug könnten ebenfalls in die Startelf rücken, um die Offensive zu verstärken.

Ein besonderes Augenmerk gilt Pulisic. Nach seiner Rückkehr von den USA zeigte er erste Anzeichen einer Formsteigerung. Leao hingegen kehrte erst kürzlich ins Training zurück und scheint noch nicht bei voller Fitness zu sein. Saelemaekers könnte im neuen System als Rechtsaußen zum Kurzen kommen, muss sich aber gegen stärkere Konkurrenten durchsetzen.

Die Entscheidung von Allegri könnte den Milan-Angriff grundlegend verändern. Ein klares Konzept, ein funktionierendes Zusammenspiel und vor allem eine deutliche Steigerung der Torquote sind nun gefragt. Ob das Experiment mit der Dreier-Angriffslinie zum Erfolg führt, wird sich am Samstag gegen die Udinese zeigen. Die Fans dürfen hoffen, dass der Angriff des AC Milan endlich wieder in Fahrt kommt – denn ohne Tore gibt es auch keine Meisterschaft.