Milan in der krise: allegri krempelt angriff um!
Mailand – Der Traum vom Scudetto schwindet für den AC Milan zusehends. Während die Konkurrenz trifft, leidet das Offensivspiel der Rossoneri. Die Zahlen sind alarmierend: Nur 23 Treffer in 31 Spielen – eine erschreckende Bilanz im Vergleich zu den Top-Teams Europas.
Die offensive versagt: wo liegt das problem?
Die Angreifer von Milan präsentieren eine erschreckende Durststrecke. Leao, Pulisic, Nkunku, Gimenez und Füllkrug konnten in den letzten Partien kaum überzeugen. Leao erzielte neun Tore, Pulisic acht, Nkunku fünf, Füllkrug lediglich einen und Gimenez blieb komplett ohne Torerfolg. Die Summe ergibt lediglich 23 Treffer – ein Wert, der selbst Arsenal und Napoli übertrifft, die ebenfalls mit Problemen zu kämpfen haben. Der Vergleich mit den europäischen Spitzenklubs ist brutal: PSG, Lens, Barcelona und Real Madrid liegen deutlich vorn.
Die Folgen sind unübersehbar: Der Abstand zur Spitze wächst, und die Meisterschaft rückt in unerreichbare Ferne. Doch Coach Stefano Pioli/Allegri scheint nun handlungsfähig zu werden. Nach der Pleite gegen Neapel äußerte er erstmals die Möglichkeit, im Angriff auf ein 3-5-2 System mit einem Dreier-Sturm umzustellen.

Dreier-angriff im test gegen udinese: wer rückt auf?
Das Spiel gegen Udinese am Samstag bietet die perfekte Gelegenheit, diese taktische Neuerung zu testen. Pulisic, der nach seiner Rückkehr aus den USA zwar etwas müde wirkt, aber an Form gewinnt, könnte eine feste Größe im Angriff sein. Leao hingegen ist noch nicht zu 100 Prozent fit und wird vermutlich nur eine begrenzte Einsatzzeit bekommen. Gimenez, der in den letzten Spielen immer besser wurde, und Füllkrug stehen ebenfalls zur Verfügung. Nkunku könnte hingegen vorübergehend auf die Außenbahn verbannt werden.
Ein besonderes Augenmerk gilt Saelemaekers. Für Allegri ist der Belgier kein gelernter Außenverteidiger, und er könnte in der neuen Formation um seinen Platz kämpfen. Ein Wechsel auf die Rechtsverteidigerposition könnte für ihn zu einer Herausforderung werden, doch im Moment scheint er die Situation gelassen zu nehmen – ein sonniger Nachmittag in San Siro klingt verlockend.
Die Umstellung auf ein 3-5-2 könnte die Verantwortlichen des AC Milan vor eine neue Herausforderung stellen, doch mit etwas Glück und der richtigen Taktik könnte der Angriff wieder in Fahrt kommen. Die Zeit drängt, denn die Konkurrenz schläft nicht.
