Milan gegen turin: das krisen-duell, das allegri in 90 minuten retten muss
18 Uhr, San Siro, 75.000 Zuschauer, eine Frage: Schafft der AC Milan den Befreiungsschlag oder rutscht er nach der peinlichen 0:1-Pleite gegen Lazio endgültig aus der Champions-League-Ränge? Maximiliano Allegri hat 48 Stunden nach dem Desaster im Olimpico keine Ausreden mehr, nur eine Devise: gewinnen oder Schweigen. Denn hinter Turin lauert mit Atalanta schon der nächste Verfolger, nur zwei Punkte entfernt.

D'aversa bringt den toro zurück ins gallopp
Roberto D’Aversa hat den Stier wieder wach gekriegt. Zwei Siege aus drei Spielen – dieselbe Bilanz, die der Vorgänger in neun Partien schaffte. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Turin ist seit dem Trainerwechsel das formstärkste Team der unteren Tabellenhälfte. Rückkehrer Rabiot feiert nach Gelb-Sperre sein Comeback, im Mittelfeld wird er mit Lukic ein Zwei-Mann-Kontrollzentrum bilden, das Milan die Räume zustellen soll. Allegri kennt die Rechnung: Drei Punkte gegen Turin bedeuten Sechs-Punkte-Abstand auf Rang fünf, alles andere wäre ein Schritt Richtung Europa League.
Der Schiedsrichter ist Francesco Fourneau aus Rom. Für ihn die erste Serie-A-Partie im Giuseppe-Meazza-Stadion, für Milan-Kapitän Donnarumma die 150. Pflichtspieleinsatz. Symbolik? Vielleicht. Fakt ist: Milan hat in den letzten fünf Heimspielen nur einmal gewonnen – gegen Crotone. Die Kurve wird heute pfeifen, wenn der Ball rollt, nicht erst beim Abpfiff.
Die Partitissima läuft live auf DAZN, parallel zeigt Sky Zona DAZN auf Kanal 214. Wer die Zahlen vorab haben will: Der Gazzetta-AI-Predictor sieht Milan bei 52 Prozent Siegwahrscheinlichkeit, doch das sagt wenig über die Nerven, die heute entscheiden. Nach der Länderspielpause wartet bereits das Duell bei Napoli, wo Milan in der vergangenen Saison 1:3 unterging. Allegri weiß: Wer heute stolpert, fliegt morgen raus.
90 Minuten, eine Saison, keine zweite Chance. Um 19:45 Uhr steht Milan entweder wieder auf Platz zwei oder Turin zum ersten Mal seit 1997 vor dem Rossoneri. Die Uhr tickt. Die Kurve schreit. Und die Champions-League ruft – aber nur, wer antwortet.
