Messi-rote karte: algerien protestiert bei der fifa!
Ein Schiedsrichter-Desaster beim WM-Auftakt: Der algerische Fußballverband hat offiziell Beschwerde bei der FIFA eingereicht, nachdem Lionel Messi im Spiel gegen Algerien mit einer strittigen Entscheidung einen Vorteil erhalten hatte. Die Aussichten auf eine nachträgliche Überprüfung sind gering, doch die algerische Seite lässt sich nicht entmutigen.

Die eskalation nach dem spiel
Die Entscheidung des Schiedsrichters, Messi nach einem Foul an Algeriens Kapitän Aissa Mandi nicht die rote Karte zu zeigen, hat in Algerien für heftige Empörung gesorgt. Die Beschwerde fokussiert sich nicht nur auf den fragwürdigen Tritt Messis, sondern auch auf zwei weitere Ellbogenstöße, die ebenfalls einen Platzverweis hätten rechtfertigen können. „Wir sagen nicht, dass die argentinische Mannschaft nicht stark war, aber angesichts dieser Ungerechtigkeiten können wir nicht schweigen“, so eine Quelle innerhalb des Verbandes gegenüber der AFP.
Die Situation wird noch verschärft durch die Tatsache, dass Messi im weiteren Verlauf des Spiels mit zwei weiteren Treffern in die Rekordlisten der WM-Torschützen aufstieg und nun gleichauf mit Miroslav Klose liegt. Die algerische Seite sieht darin eine direkte Folge der fehlerhaften Schiedsrichterentscheidungen.
Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich äußerte sich ebenfalls kritisch: „Wir haben diverse Beispiele aus der Bundesliga, wo das mit Rot bestraft wurde. Er wollte das nicht, ohne Frage, aber das ist kein Grund, keine Rote Karte zu geben.“ Seine Worte unterstreichen die Verwunderung über die Entscheidung des Unparteiischen. Die algerischen Fans fühlen sich benachteiligt und sehen ihre Chancen auf den Einzug in die K.o.-Runde dadurch erheblich geschmälert.
Für Algerien geht es nun in der Nacht zu Dienstag (5.00 Uhr MESZ) gegen Jordanien weiter. Dem gegenüber steht das Duell zwischen Argentinien und Österreich am Montagabend (19.00 Uhr MESZ), bei dem sich die Frage stellt, ob die argentinische Mannschaft von den umstrittenen Vorteilen profitieren kann. Die FIFA muss sich dieser Kritik stellen, um das Ansehen des Wettbewerbs zu wahren. Es bleibt abzuwarten, ob die Beschwerde des algerischen Verbandes zu einer offiziellen Stellungnahme oder gar einer Überprüfung der Entscheidung führen wird. Die Spannung ist vorprogrammiert.
