Summerville oder gyökeres – wer zwingt oranje an die wand?
Houston könnte heute zur
Endstation werden. Ein Punkt gegen Japan reichte nicht, die 0:5-Sensation der Schweden lastet wie Blei auf Ronald Koemans Nacken. Verliert die Oranje-Elf gegen Potter’s aufgekratzte Blågult, droht das Aus in der Gruppenphase – und das schon nach dem zweiten Spiel.Holland reist mit nur einer einzigen personalfrage
Die Lösung lautet Memphis Depay. Der Stürmer dürfte Donyell Malen links in der Spitze ablösen, sonst bleibt Koeman stur bei seinem 4-3-3. Die Defensive wirkte gegen Japan wie ein offenes Scheunentor, das Mittelfeld riss reihenweise Löcher. Doch es gibt Lichtblicke: Cody Gakpo und vor allem Crysencio Summerville zeigten Tempo und Durchschlagskraft. Wenn Holland weiterkommen will, braucht es genau diesen Schwung am Flügel.
Der Plan ist simpel: früh pressen, schnell umschalten, die beiden Außen in den Eins-gegen-Eins bringen. Funktionierte gegen Japan nur in Ansätzen, heute muss es über 90 Minuten laufen.

Schweden feiert den perfekten start – und hat neue helden
5:0 gegen Tunesien – Viktor Gyökeres und Alexander Isak trafen, doch der Mann des Spiels hieß Yasin Ayari. Der Brighton-Sechser versenkte einen Doppelpack und lenkte das Mittelfeld nach Belieben. Plötzlich redet ganz Houston über den 21-Jährigen und nicht mehr über den Trainerwechsel, der Tunesien nach dem Debakel erwischte.
Potter lässt seine Mannschaft mutig nach vorne spielen, die Flügelstürmer tuckern wie U-Boote in den Halbräumen, Gyökeres zieht die Innenverteidiger auf sich. Die Marschroute ist klar: Oranje früh stören und die Räume hinter den Außenverteidigern ausnutzen.

Summerville gegen gyökeres – das duell, das das turnier sprengt
Der West-Ham-Flitzer traf schon gegen Japan und könnte zur Leitfigur dieses Holland-Kaders werden. Seine Schnelligkeit und seine Abschlusssicherheit sind das größte Argument für ein Weiterkommen, solange Depay noch auf Torgefahr wartet.
Auf der Gegenseite steht Gyökeres, der nach einer durchwachsenen Saison beim Arsenal endlich die Klasse zeigt, die ihn für 90 Millionen Euro nach London führte. Ein Tor, viel Laufarbeit und die Gabe, die Abwehr aus dem Rhythmus zu bringen – genau diese Eigenschaften braucht Schweden, um auch gegen die körperlich robusten Niederländer zu glänzen. Wer dieses Duell für sich entscheidet, schickt sein Land auf die Siegerstraße.
Spielbeginn ist um 21 Uhr Ortszeit im NRG Stadium. Wer verliert, darf schon mal den Flugplan studieren. Die K.o.-Phase beginnt heute – auch wenn es nur die zweite Gruppenphase ist.
