Messi in wm-hektik: algerien schießt an – droht nachträgliche sperre?

Die Fußballwelt steht Kopf: Nach dem umstrittenen 3:0-Sieg Argentiniens über Algerien im WM-Auftaktspiel droht Lionel Messi nachträgliche Konsequenzen. Der algerische Fußballverband hat eine Beschwerde bei der FIFA eingereicht, die die Schiedsrichterentscheidungen als unfair kritisiert – und das könnte dem Superstar zum Verhängnis werden.

Ein foul, drei eskapaden: was steckt hinter der beschwerde?

Ein foul, drei eskapaden: was steckt hinter der beschwerde?

Im Zentrum der Kritik steht ein Foul von Messi an Aissa Mandi, bei dem dieser mit offener Sohle getroffen wurde. Der Schiedsrichter ließ weiterlaufen, was Algerien nun scharf verurteilt. Laut einem Verbandssprecher geht es nicht nur um dieses eine Foul, sondern auch um zwei Ellbogenstöße, die ebenfalls einen Platzverweis verdient hätten. „Wir sagen nicht, dass Argentinien nicht stark war, aber angesichts von Ungerechtigkeiten können wir nicht schweigen“, so die offizielle Erklärung. Die Beschwerde zielt darauf ab, die FIFA zu einer Überprüfung der Vorfälle zu bewegen und mögliche Strafen für Messi zu verhängen.

Auch Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich zeigte sich im Nachhinein überrascht von der Entscheidung des Unparteiischen: „Für mich wäre es eine Rote Karte gewesen. Wir haben diverse Beispiele aus der Bundesliga, wo das mit Rot bestraft wurde.“ Die Tatsache, dass Messi im weiteren Verlauf des Spiels sogar noch zwei Tore erzielte und damit den Rekord von Miroslav Klose einteilte, ändert nichts an der algerischen Sichtweise. Die Algerier sehen eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichterteams, die den Ausgang des Spiels beeinflusst hat.

Der Druck auf die FIFA steigt, insbesondere angesichts der fehlenden Intervention des VAR bei den vermeintlichen Regelverstößen. Für Algerien geht es nun darum, im Kampf um die K.o.-Runde gegen Jordanien zu bestehen, während Argentinien am Montagabend gegen Österreich antreten wird. Die Entscheidung der FIFA wird weitreichende Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der WM haben und die Diskussion über die Konsistenz der Schiedsrichterentscheidungen erneut anheizen. Es bleibt abzuwarten, ob die Beschwerde aus Algerien zu einer nachträglichen Strafe für Lionel Messi führt – ein Szenario, das die Fußballwelt in Atem hält.