Hoeneß plantet florida-urlaub statt wm-besuch: „kein appetit“!
München – Uli Hoeneß, das Urgestein des FC Bayern, hat überraschend erklärt, dass er die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada vor Ort verpassen wird. Nicht etwa wegen anderer Verpflichtungen, sondern schlichtweg, weil er „überhaupt keine Lust“ darauf verspürt. Eine Einladung, kostenlos in Florida zu wohnen, konnte ihn nicht überzeugen.

Die nähe zu trump als begründung
Der Grund für Hoeneß' Desinteresse liegt weniger an der Reise selbst, sondern an der ungewöhnlichen Lage des Hauses, das ihm angeboten wurde. Wie er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gegenüber erklärte, befinde es sich „fünf Minuten entfernt von Mar-a-Lago, dem Anwesen von Donald Trump“. Diese räumliche Nähe scheint dem Bayern-Patron den Appetit auf den WM-Besuch gänzlich verdorben zu haben.
Doch es ist nicht nur die Nähe zu dem ehemaligen US-Präsidenten, die Hoeneß stört. Er äußert grundsätzliche Bedenken hinsichtlich des XXL-Turniers und dessen Auswirkungen auf den Fußball. Die horrenden Preise für Tickets, insbesondere für das Finale, sind für ihn ein Schlag ins Gesicht der Fans. „Zweiundzwanzigtausend Dollar für ein Finalticket mittlerer Güte, wo soll das enden?“, fragt er rhetorisch. „Ich bin immer für Kommerz im Fußball gewesen, aber nicht in dieser extremen Form.“
Hoeneß' Kritik richtet sich klar gegen die Kommerzialisierung des Fußballs und die damit einhergehenden unerschwinglichen Preise für die treuen Fans. Er möchte nicht durch den Kauf von Tickets eine Entwicklung unterstützen, die er für problematisch hält. Die Weltmeisterschaft, so Hoeneß, drohe ein Fiasko für den Fußball zu werden. Ob seine Einschätzung zutrifft, wird sich zeigen, aber eines ist klar: Uli Hoeneß wird die WM 2026 von weitem verfolgen, vermutlich in entspannter Atmosphäre, aber sicherlich nicht vor Ort.