Merz schätzt deutsche wm-chancen ein – ohne 7:1-träumerei
Winston-Salem – Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich am Rande des G7-Gipfels zur aktuellen Form der deutschen Nationalmannschaft geäußert und eine realistische Einschätzung gegeben. Während er dem DFB-Team bei der FIFA WM 2026 durchaus viel zugetraut, warnt er vor übertriebenen Erwartungen und mahnt zur Bodenständigkeit.

Keine wiederholung des debakels: merz schaut ernsthaft auf das turnier
Die jüngste Auftaktpartie gegen Curacao mit einem klaren 7:1-Sieg mag für Euphorie sorgen, doch Merz betonte deutlich, dass der kommende Gegner, die Elfenbeinküste, eine deutlich höhere Hürde darstellt. "Diese Mannschaft hat eine große Chance, sehr weit zu kommen bei diesem Turnier“, so der Kanzler, „aber gegen die Elfenbeinküste wird das nicht so leicht. Wir werden nicht mit 7:1 durch das ganze Turnier gehen.“ Seine Worte sind ein Aufruf zur Besonnenheit und zeigen, dass er die Herausforderungen, die auf die deutsche Mannschaft zukommen, realistisch einschätzt.
Ein weiterer Blickfang der Vorbereitung war der Einsatz von KI-generierten Bildern, die einen Fan aus Alsfeld in eine bizarre Situation brachten. Ein Foto des Anhängers im Fanblock wurde durch künstliche Intelligenz so manipuliert, dass er wie Adolf Hitler aussah. Der Mann hat Anzeige erstattet – ein Affären, die den Fokus kurzzeitig von der sportlichen Vorbereitung ablenkte.
Doch zurück zum Sport: Parallel zu den sportlichen Vorbereitungen demonstriert das DFB-Team auch deutsche Tugenden. Sowohl das Training als auch die Pressekonferenz mit Antonio Rüdiger begannen pünktlich – ein Zeichen von Organisation und Professionalität, das zeigt, dass Julian Nagelsmann und sein Team Wert auf Disziplin und Effizienz legen.
Rüdiger lobt die Elfenbeinküste: Der Verteidiger betonte die Stärke der afrikanischen Mannschaft und warnte vor leichten Unterschätzungen. "Da stechen Spieler wie Yan Diomande, Nicolas Pepe oder Amad Diallo hervor. Das sind schon D-Züge. Sie lieben das Eins-gegen-Eins und sind das Klima gewöhnt“, erklärte Rüdiger. Er sprach zudem über die Verlängerung seines Vertrags bei Real Madrid, wo er sich "wieder zurückgekämpft" habe, und betonte seine Zufriedenheit in der spanischen Hauptstadt.
Die kommenden Tage werden zeigen, ob die deutsche Mannschaft die Warnungen von Kanzler Merz beherzigt und sich auf die anspruchsvolle Aufgabe gegen die Elfenbeinküste einstellt. Ein Sieg am Samstag wäre ein wichtiger Schritt Richtung K.O.-Runde, doch der Weg dorthin wird sicherlich nicht einfach.
