Mérida: vom motorrad-team zum tennis-stern!

Dani Mérida, der 21-jährige Shootingstar des Mutua Madrid Open, hat die Tenniswelt im Sturm erobert. Seine rasante Aufstieg in die Top 100 ist bemerkenswert, und sein Duell mit Stefanos Tsitsipas heute um ein Ticket in die Achtelfinals verspricht Tennis auf höchstem Niveau. Doch wer ist dieser junge Mann, der plötzlich für so viel Aufsehen sorgt?

Eine ungewöhnliche kindheit: vom motorrad zum schläger

Die Geschichte von Dani Mérida beginnt nicht auf dem Tennisplatz, sondern in der Welt des Motorradrennsports. Sein Vater führte ein Team, doch der Wunsch seines Vaters war es, dass Dani eine Sportart ausüben sollte. So gelangte er über Padel und Tennis schließlich zum Tennis, was sich als die richtige Wahl herausstellte. Der Weg führte ihn zunächst nach Alcalá de Henares, bevor die Familie nach zehnjährigem Alter nach Alicante zog.

„Als ich jünger war, habe ich nicht viel darüber nachgedacht, Profi zu werden“, gesteht Mérida in einem exklusiven Interview mit MARCA. „Ich habe einfach gespielt und gelernt. Mit 16 oder 17 Jahren wurde mir klar, dass ich mich voll und ganz dem Tennis widmen wollte.“

Der junge Spanier ist nicht nur talentiert, sondern auch ehrgeizig. Die Erfolge von Jódar dienen ihm als zusätzliche Motivation. „Ich sehe, dass Jódar gewinnt, und das ist eine zusätzliche Motivation für mich, Dani Mérida. Ich weiß, dass ich das auch kann.“

Und er hat Recht. Mérida hat in den letzten vier Monaten eine beeindruckende Entwicklung gezeigt, sowohl körperlich als auch mental. Das Training mit Spielern der Weltspitze hat ihm das Selbstvertrauen gegeben, mit den Top 50 mithalten zu können.

Ein look für den erfolg: blondes haar und neue ziele

Ein look für den erfolg: blondes haar und neue ziele

Ein ungewöhnliches Detail: Mérida bestreitet seine Matches mit blond gefärbtem Haar. Eine Wette mit seinem Fitnesstrainer, die er beim Sieg im Challenger von Teneriffa eingehen musste. „Ich freue mich schon darauf, wieder zum normalen Haar zurückzukehren“, sagt er lachend.

Der Aufstieg in die Weltelite hat die Ziele von Mérida verändert. „Mit dem Final in Bukarest habe ich gesehen, dass ich solche Ergebnisse erzielen kann. Es motiviert mich, noch größere Ziele zu verfolgen, aber ich bleibe bescheiden und konzentriere mich auf jeden einzelnen Match.“

Er erinnert sich an seine Kindheitshelden. „Rafa Nadal war mein Idol, und natürlich meine Eltern, die mich immer unterstützt haben.“ Und wie bei vielen Sportlern spielt auch der Aberglaube eine Rolle: „Wenn es gut läuft, mag ich es, die gleichen Dinge zu tun. Im gleichen Restaurant essen, zur gleichen Zeit aufwärmen, mit dem gleichen Trainingspartner.“

Das Fehlen seines Trainers Israel Sevilla in Madrid ist zwar bedauerlich, aber die Kommunikation funktioniert reibungslos. „Israel ist sehr engagiert. Er schaut sich die Matches meiner Gegner an und sendet mir über meinen Fitnesstrainer Anweisungen.“

Die Tennis-Szene in Madrid erlebt gerade einen Boom mit Spielern wie Landaluce und Jódar. Mérida schätzt die gegenseitige Unterstützung. „Wir helfen uns gegenseitig. Wenn ich sehe, dass Jódar gewinnt, motiviert mich das zusätzlich.“

Die verletzungsbedingte Absage von Carlos Alcaraz in Roland Garros eröffnet Mérida den direkten Einzug ins Hauptfeld, was er als eine enorme Chance begreift. „Es ist eine unglaubliche Freude, aber gleichzeitig schade für Carlos. Es wird mein erstes Grand-Slam-Hauptfeld sein, und Paris ist mein Lieblingsturnier.“

Die Vorfreude auf Roland Garros ist groß. „Als Kind habe ich immer die French Open im Fernsehen verfolgt. Es ist ein Turnier, in dem ich meinen besten Tennis zeigen kann.“

Mit seinem beeindruckenden Aufstieg hat Dani Mérida bewiesen, dass er zu den vielversprechendsten Talenten des Tennis gehört. Seine Reise ist noch lange nicht zu Ende, und die Tenniswelt darf gespannt sein, welche Erfolge er in Zukunft noch feiern wird. Das nächste Kapitel seiner Karriere wird heute Abend gegen Tsitsipas geschrieben.